Mein liebes Töchterlein Fentje-Amelie liebt Zwiebeln. Wo andere Kinder sich einen Apfel schnappen oder hemmungslos bei Schokolade und anderen Süßkram zugreifen, nimmt sie sich lieber eine Zwiebel. Warum das so ist? Keine Ahnung, das macht sie schon immer so. Ich gehe davon aus, auf diese Weise holt sie sich alle wichtigen Vitamine auf einen Schlag, um gesundes Essen auf dem Eßtisch ausschlagen zu können ohne dadurch körperlichen Schaden zu nehmen. Kein Gemüse oder Obst, das den Menschen besser mit allem lebensrelevanten versorgt als die Zwiebel. In der Geschichte der Menschheit segelt bzw. sticht kein Schiff in See ohne mehr als ausreichende Menge an Zwiebeln an Bord zu haben, um die Fahrt gesund zu überleben.
Die Zwiebel ist lange lagerungsfähig und behält ihre Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente dennoch.
Mancheinen mag es Entsetzen wenn sein Kind sich eine Zwiebel schnappt und so mancher wird auch denken, was hat dieses Kind nur für Eltern? Nun, ich gehöre weder zu der einen noch zur anderen Gruppe. Ich weiß und bin davon überzeugt, das Kinder genau wissen was sie wann und wieviel brauchen.
Die Erfahrung mit meinen Kindern in den vergangenen Jahren hat es mich gelehrt.
Mein ältester verweigerte als Kleinkind sämtliche netten Gläschen, egal welcher Hersteller oder selbst gemacht, er aß es nicht sondern spuckte es auch. Außer Pfirsich mit Honig. Älter und mobiler, verweigerte er den zerteilten Apfel oder biß ab um ihn in kleinen Stücken auszuspucken. Damals war ich recht beunruhigt, damals war ich auch jung und recht unerfahren, mein ehemaliges nicht zu kleines Selbstbewußtsein nun das hatte sich damals an der Tür meines Arbeitgebers verabschiedet. Was andere zuvor nicht erreicht hatten, geschah dort. Und natürlich man war immer "Kind" das sowieso generell keine Ahnung und sowieso nur dumm war, keine Ahnung vom wahren Leben eben. Also erzählte ich einem Arzt von meinen Sorgen, Nöten und Ängten. Hämische Kommentare meiner SChwägerin und auch Schwiegermutter, wenn ich sagte "Jan-Lucas mag keine Äpfel oder Obst!" taten ihre Übriges an mir und meinem Sohn zu zweifeln. Hatten sie nicht gesagt "Naja wenn er es nicht kennt ist es ja kein Wunder!" Statt mich zu empören, schwieg ich mich aus, mein Mann war das alles wie immer viel zu dumm, um sich zu empören und dem Treiben Einhalt zu gebieten. Ich akzeptierte es irgendwann zähneknirschend, das es ihm zu dumm war helfend einzugreifen. Aber das tut hier nichts zu Sache.
Ein Kind das kein Obst mag, isst oder trinkt, von wenigen Ausnahmen abgesehen?! Das war schon recht merkwürdig. Der Arzt, sagte mir damals "Wenn er es nicht mag, dann mag er es halt nicht!" Na toll, ein super Rat. Also fragte ich nach und seine Antwort "Ja, reinschlagen kann man es nicht in ihn!" Haha, das war mir auch vollkommen klar, zudem lag es mir vollkommen fern. " Lassen Sie ihn einfach, der weiß schon ganz gut selbst, was gut für ihn ist, was er braucht und was nicht. Vielleicht verträgt er es auch einfach nicht! Irgendwann wird er es bestimmt noch essen. Wahrscheinlich dann, wenn er die Vitamine, Mineralien die sie ihm liefern braucht. Bislang braucht er sie einfach noch nicht!" Na, toll hatte ich mir eine ernsthafte Antwort erhofft oder hatte ich mir einfach nur mein vorheriges Gefühl bestätigen wollen?! Denn genau das hatte ich mir, bis zu jener Szene gedacht in den vergangenen 2 Jahren. Er isst es nicht, weil er es nicht mag, weil er genug Vitamine im normalen Essen hat, weil er es vielleicht nicht verträgt.
Einige Zeit später bestätigte sich dann meine Meinung von allein, mein Sohn Neurodermitiker vertrug keine Nüsse und nur ein bestimmtes Maß an Milch darum weigerte er sich Zeit seines damaligen Lebens Äpfel, Birne, Erdbeeren, Tomaten, Kiwi, Kirsche, .... zu essen.
Ganz nett war damals die Idee, wegen seiner Laktoseintoleranz (damals konnte man bei uns nirgendwo Minus-L Produkte einfach mal so kaufen, eigentlich in keinem Geschäft) und empfahl mir Sojamilch. Na danke, wenn ich mir zuvor Sorgen gemacht hatte, dann nach seinem Genuss von Sojamilch auf jeden Fall. Keiner hatte an die Allergie gegen Nüsse, Erdnüsse gedacht und das Gesicht meines Sohnes war vollkommen aufgedunsen. Diese bekamen wir im Kurheim "Villa Kunterbunt" auf Wangerooge serviert zum "Tüte auf - Essen fertig" Essen ohne Kleinkindbesteck (im Mutter-Kindkurheim nur Besteck für Erwachsene, trotz der Tatsache das es seit X Jahrzehnten als eben solches Kurheim für Kinder ab 6 Monate geführt wurde, recht fragwürdig) bzw. zum uralt Brot mit Schimmel zum Frühstück. Ein Mutter-Kindkurheim mit besten Ruf und Namen, von allen Kassen (mit Ausnahme einiger Privaten) anerkannt und hochgeschätzt. Nun, 2000 war nicht nur ich sondern allerhand andere "Kurerfahrene" Mütter der gleichen Meinung wie ich, der keinerlei Kuren zuvor gemacht hatte und nach dieser Erfahrung auch in Zukunft nicht *niemals* mehr zu machen wünschte.
Kein Vergleich zum Mütterkurheim St. Anna in Bad Peterstal-Griesbach, als es noch als Kurheim geführt wurde. Ebensowenig wie man Sonne und Mond vergleichen kann.
Aber zurück zum Eigentlichem.
Meine Tochter liebt Zwiebeln und ich lasse sie, weil ich ihr vertraue und zutraue, das sie ganz gut selbst weiß, was sie braucht und was nicht.
Heute stibitzte sie mir, von mir unbemerkt, wieder eine Zwiebel aus der Küche und erklärte mir einige Zeit später, das rote Zwiebeln anders schmecken als die "normalen" und schöner aussehen und das es wirklich sehr schade sei, das sie jetzt alle auf waren.
Bei mir setzte ein "AHA" Effekt ein, da waren also meine gesamten Zwiebeln geblieben und erklärte ihre Blähungen mit denen sie uns scheinbar allen seit Tagenden Garaus zu machen versuchte.
Da meine Tochter Zwiebeln so sehr liebte und ich noch überlegte was es zum Abendessen geben würde, traf mich der Geistesblitz und am Ende kam dieses Rezept heraus:
600g Vollkornmehl (in meinem Fall Dinkel)
350ml Wasser
1 EL Honig
1 TL Salz
1 Pk Trockenhefe
Mehl mit Hefe mischen, alle Zutaten egal ob kalt oder warm zugeben und in ca. 10min zu einem geschmeidigen Teig kneten. 30 min aufgehen lassen. Ein Backblech (die Menge reicht aber für zwei Bleche oder man hat einen sehr dicken Teig) fetten oder mit Backpapier auslegen, den Teig auf diesen ausrollen.
Tipp: Knoblauch, Oregano, Thymian, Basilikum und Majoran mit in den Teig geben, wertet das Ganze geschmacklich auf
Nierenkranke verwenden bitte anstelle des Honigs den für sie gesünderen und besser verdaulichen als Löwenzahnhonig bekannten Löwenzahnsirup.
Belag:
4 Zwiebeln
8 Knoblauchzehen
1 Pk. Frühstücksbacon (oder Speck/Schinkenwürfel)
3 Eier
ca. 200 ml Milch
4 EL Mehl (normales, kein Vollkorn)
ger. Käse
Zwiebeln häuten in Streifen schneiden, auf dem Teig verteilen. Speck kleinschneiden, auf dem Teig verteilen. Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden, auf dem Teig verteilen. (Oder vorher alles miteinander mischen und dann verteilen) Eier mit Milch und dem Mehl (zum andicken, wer kein Mehl möchte nimmt 5 Eier) anrühren und mit etwas Salz, und (bevorzug frischen) Schnittlauch, Oregano, Thymian, Basilikum und Majoran würzen. Über das Gemüse geben und mit Käse bestreuen.
Alles in den Backofen und ca. 20-25 min bei 180°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze.
Sehr sättigend, trotz der Zwiebeln und des Knoblauchs sehr gut zu verdauen, sehr vitaminreich und deftig.
......und meine Tochter selig, denn neben Zwiebeln liebt sie auch Knoblauch (am liebsten roh und pur), Speck und Eier (bevorzugt Rührei). ;-) Aussage meines Jüngstens, der felsenfest daran glaubt er würde keine Zwiebeln mögen"Das schmeckt echt spitzenmäßig!" und sogar der Große (isst problemlos 1,5 Pizzen aus der Pizzeria) ist nach 3 Stücken bereits satt gewesen.
Fazit: Für sehr wenig Geld ein sehr gehaltvolles und äußerst vitaminreiches Essen und die Familie ist glücklich.
Der Teig lässt sich auch sehr gut zu Brot oder Brötchen verarbeiten. Man kann dem Teig auch noch 60g Butter zugeben, dieses ist aber eine Backauftriebbremse.
Manchmal ergibt 1+1 auch 9!!! Das Leben als kinderreiche Familie im kinderärmsten Land Europas mit einer Gesellschaft geprägt von einer stark steigenden Eltern- und Kinderarmut, hoher Kinderfeindlichkeit, hohen Verarmungsrate von Familien, Ausbeutung von Familien und einer immer stärkeren Diskriminierung und Isolierung großer Familien. In diesem Blog schreibt die Mutter
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Samstag, 27. April 2013
Boah voll legger ey
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Zwiebeln
Sonntag, 21. April 2013
Zwei Notizbücher und ein Bilderrahmen
Für einen Wochenendtrip zu meiner Freundin Hanna, meinem Freund Carsten und natürlich zu meinem allerbesten kleinen Freund der Welt Jens, habe ich folgende beiden Bücher und den Bilderrahmen als Mitbringsel erstellt. Na gut, für meinen kleinen Freund Jensipensi musste dieses Mal ganz einfallslos eine 500g Haribo Dose herhalten. Süßigkeiten passen doch besser, habe ich mir gedacht. Jensipensi stimmte in diesem Punkt komplett mit mir überein und lieferte mir zum Dank eine nette Inspiration für ein zukünftiges Projekt: ein Freundebuch. Nun rotiert es selbstverständlich in meinem Kopf, wie ich dieses am besten bewerkstelligen kann. Ich denke, er wird die erste Version bei einem meiner nächsten Besuche erhalten oder eben bei seinem Besuch hier bei mir. 3 Monate Zeit bleiben mir also.
Alles in allem hatte ich einen wunderschönen Aufenthalt mit sehr guter Verpflegung (MJAM!) und Gesprächen mit allerhand Erkenntnissen. Die Zeit ging wie immer, viiiiiiiieeeel zu schnell vorbei. Für mich wurde wieder einmal klar, hin und wieder muss so ein Kurztrip drinsitzen, egal wie stressig der Alltag auch sein mag. Eine kurze Auszeit vom Alltag sollte jedem zustehen, auch oder besonders einer "nur" Mutter oder wie ich es gerne nenne: einer "Stay at home, Mommy!" Wir gestehen es letztlich ja auch jeden Arbeitnehmer zu, Urlaub vom Job und der Firma zu machen zusätzlich zu einer sog. 5-Tage Arbeitswoche bzw. 35-Stunden Woche, damit er leistungsfähig bleibt, weder psychisch noch physisch erkrankt usw.
Eine Vollzeitmutter arbeitet aber täglich nicht nur 8 Stunden inkl. Pausen bzw. 35-40 Stunden je Woche sondern ca. 14 Stunden ohne Pause bzw. 98-Stunden Woche hinzu kommt auch die 24-Stunden Rufbereitschaft an 365 Tagen im Jahr. Wobei man die Essenszeiten eigentlich auch nicht als Pause rechnen kann, sondern voll als Arbeitszeit anrechnen müsste. Immerhin erzieht sie auch während dieser Zeit, hört ihnen zu, gibt Ratschläge und bringt den Kindern gescheite Tischmanieren bei,selbstverständlich sorgt sie in dieser Zeit auch dafür das jeder ausreichend zu essen bekommt indem sie die Kleinsten füttert oder beim Essen unterstützt, ....! Zumindestens ist dieses im Normalfall so. Von daher ist täglich mit 16 Stunden Arbeitszeit 7 Tage die Woche zu rechnen, also am Ende mit einer 112 Arbeitsstunden Woche.
Warum sollte ihnen da also dieses Recht nicht zugestanden werden?!
Oder noch ganz anders gefragt: "Warum sollten sie sich selbst dieses Recht einer kurzen Auszeit vom Beruf, welches sie ihren Ehepartnern bzw. kinderlosen Frauen in der Gesellschaft, wie selbstverständlich zugestehen, beständig selbst verwehren und verweigern?!" EBEN!!!
Es war mein 2. Wochenendtrip im Alleingang binnen 19 Jahren oder innerhalb der letzten 3 Jahre! Nummer 1 war im September 2010 und Nummer 2 dieses Wochenende. Eine erstaunliche Leistung.
Meinen normalen Tagesablauf zum nachlesen findet man am 17. April unter der Überschrift "Großfamilien haben es einfacher?!"
Alles in allem hatte ich einen wunderschönen Aufenthalt mit sehr guter Verpflegung (MJAM!) und Gesprächen mit allerhand Erkenntnissen. Die Zeit ging wie immer, viiiiiiiieeeel zu schnell vorbei. Für mich wurde wieder einmal klar, hin und wieder muss so ein Kurztrip drinsitzen, egal wie stressig der Alltag auch sein mag. Eine kurze Auszeit vom Alltag sollte jedem zustehen, auch oder besonders einer "nur" Mutter oder wie ich es gerne nenne: einer "Stay at home, Mommy!" Wir gestehen es letztlich ja auch jeden Arbeitnehmer zu, Urlaub vom Job und der Firma zu machen zusätzlich zu einer sog. 5-Tage Arbeitswoche bzw. 35-Stunden Woche, damit er leistungsfähig bleibt, weder psychisch noch physisch erkrankt usw.
Eine Vollzeitmutter arbeitet aber täglich nicht nur 8 Stunden inkl. Pausen bzw. 35-40 Stunden je Woche sondern ca. 14 Stunden ohne Pause bzw. 98-Stunden Woche hinzu kommt auch die 24-Stunden Rufbereitschaft an 365 Tagen im Jahr. Wobei man die Essenszeiten eigentlich auch nicht als Pause rechnen kann, sondern voll als Arbeitszeit anrechnen müsste. Immerhin erzieht sie auch während dieser Zeit, hört ihnen zu, gibt Ratschläge und bringt den Kindern gescheite Tischmanieren bei,selbstverständlich sorgt sie in dieser Zeit auch dafür das jeder ausreichend zu essen bekommt indem sie die Kleinsten füttert oder beim Essen unterstützt, ....! Zumindestens ist dieses im Normalfall so. Von daher ist täglich mit 16 Stunden Arbeitszeit 7 Tage die Woche zu rechnen, also am Ende mit einer 112 Arbeitsstunden Woche.
Warum sollte ihnen da also dieses Recht nicht zugestanden werden?!
Oder noch ganz anders gefragt: "Warum sollten sie sich selbst dieses Recht einer kurzen Auszeit vom Beruf, welches sie ihren Ehepartnern bzw. kinderlosen Frauen in der Gesellschaft, wie selbstverständlich zugestehen, beständig selbst verwehren und verweigern?!" EBEN!!!
Es war mein 2. Wochenendtrip im Alleingang binnen 19 Jahren oder innerhalb der letzten 3 Jahre! Nummer 1 war im September 2010 und Nummer 2 dieses Wochenende. Eine erstaunliche Leistung.
Meinen normalen Tagesablauf zum nachlesen findet man am 17. April unter der Überschrift "Großfamilien haben es einfacher?!"
Mittwoch, 17. April 2013
Wen die Sonne lockt und wen der Garten ruft ...hat am Ende Muskelkater!!! ;-)
Ein winziger Sonnenstrahl reicht aus, die Menschen nach draußen und in ihre Gärten zu treiben.
Ich unterscheide mich in diesem Fall nicht von der Masse.
Mein Garten hatte es dringend nötig, mein Problem ist nur, wenn ich erst einmal anfange, dann finde ich kein Ende. Während ich noch mit der einen Seite beschäftigt bin, habe ich schon eine neue Idee für die andere Seite. Eigentlich wollte ich nur das sog. Unkraut aus dem Kiesbett entfernen mit einem Zeitaufwand von vielleicht 2-3 Studen, am Ende war es dann eine komplette nicht geplante Hofeinfahrts umgestaltung die 2 Tage in Anspruch nahm. Als 7-fache Mutter hat man ja sonst nichts zu tun, als ewig viel Bruchgestein von der aller hintersten Ecke des Grundstückes zur vordersten zu schleppen und zusammen zu puzzeln, um ein Blumenbeet aus diesen zu formen. Das Ende vom Lied war ein tierischer Muskelkater, ein richtig fetter Sonnenbrand, aufgrund des Muskelkaters und der verspannten Schultermuskulatur kaum spürbar aus der hoffentlich eine schöne Bräune wird.
Ich fühlte mich fast wie Superwoman und auch meine Kinder waren stark beeindruckt ob meiner Kraft, denn ich nahm die Dinger so auseinander und hoch. Mühelos ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken. "Boah Mama Du bist aber echt stark!" sagten meine beiden Jüngsten schwer beeindruckt. Wenn sie wüssten.......hä hä hä! Mein Selbstbewußtsein bekam einen ordentlichen Schub und so rannte ich los Stein für Stein von hinten nach vorne zu schleppen. Nach 4 Stunden mußte ich dann doch etwas länger pausieren, Steine sind eben keine Holzkübel, so morsch das sie einfacher als ein Pappkarton auseinander zu nehmen waren. Aber wer A sagt muss bekanntlich auch B sagen. Ich sortierte meine Steine also erst einmal und setzte meine drei großen kaputten Tonblumentöpfe dazwischen, da diese drei nicht ausreichend waren, war ich fast gezwungen noch weitere gezielt zu zerstören. Aber nur fast. Ich freute mich über die Sache, die mich wenige Tage zuvor noch sehr geärgert hatte. Wie gut das ich erst wenige Tage zuvor 30 Tontöpfe im Bastelversand recht günstig erstanden hatte (10 Stück zu 2,98 Euro), von denen ich am Ende nur die Hälfte zahlen musste, da ein Teil den Transport nicht überstanden haben. Die Scherben durfte ich zur Entsorgung behalten. Wie gut, das sie noch im Pappkarton verpackt im Haus standen.
Ich fing am Montag um 10:30 Uhr an und endete um 19:30 Uhr. Am nächsten Morgen (Dienstag) Punkt 8:30 Uhr besorgte ich mir weitere Steine, um das Bild zu komplettieren. Am Nachmittag war ich dann soweit meine Kräuter zu pflanzen. Es war nur zu dumm, das ich mehr Tontöpfe als Kräuter und Saatgut besaß, also nützte es alles nichts und ich musste mich auf die Socken machen um weitere zu besorgen.
Zuvor musste ich aber eilends zusehen das Abendessen zuzubereiten. Auf dem Weg vom Baumarkt zurück nach Hause, wollten wir dann gleich unsere beiden Kleinen vom Kindergarten abholen. Es gab also einen schnellen Auflauf --> Nudel-Hack-Zwiebeln-Paprika-Tomaten mit Käsesauce.
Hack würzen anbraten, Zwiebeln kleinschneiden, zufügen. Zwischendrin Wasser im Wasserkocher kochen - Nudeln in einen Topf geben und mit dem heißen Wasser übergießen um sie etwas vorzugaren. Paprika und Tomaten würfeln zugeben. Käse reiben. Schmelzkäse "Sahne" mit Milch aufkochen, mit Kräutern abschmecken. Nudeln abgießen und mit dem Hack und Gemüse mischen, in eine Auflaufform geben mit Käsesauce übergießen. 3 Eier mit etwas Milch, Salz und Kräuter verquirlen und über den Auflauf geben (damit es nicht so wässrig ist) und das ganze mit Käse und etwas Paniermehl bestreuen. Alufolie über die Auflaufform, in den Backofenstellen. Schnell in das Zimmer des Ältesten wetzen und ihm den Auftrag erteilen den Backofen um 17:45 Uhr anzuschalten (zuvor das voreinstellen der Temperatur nicht vergessen) und man hat um 18:15 Uhr einen gehaltvollen Auflauf.
Arbeitsaufwand ohne Backzeit 20 Minuten für 9 Personen je 2 Portionen (mit Überschuß von dem am nächsten Tag aufgewärmt noch 3 Personen satt werden) Verwendete Gewürze: Thymian, Majoran, Oregano, Basilikum und Pfeffer --> Preis für ca. 25 große Portionen oder 12 Erwachsene = ca. 6 Euro
Aber weiter im Programm: Kräuter gekauft, gerade im Sonderangebot weil bei einigen die Etiketten fehlten zu je 0,50 Euro, für den Kräuterkenner selbstverständlich problemlos zu erkennen. Tomatenpflanze im Angebot zu 0,69 Euro, weil etwas recht klein geraten. Kein Thema, wer sich mit Pflanzen nur ein wenig auskennt, weiß das diese Pflanze bis zum Ende des Sommers nicht weniger Früchte tragen wird als die ca. 10-15cm größere.
Schnell beim Kindergarten rumfahren, Punkt 18 Uhr waren wir wieder zu Hause, das Essen so gut wie fertig.
Also wurde sich erst gestärkt und nachdem die Jüngsten um 19 Uhr im Bett waren, habe ich die Pflanzen eingepflanzt. Um 22:15 Uhr war mein Werk fast vollendet. Ich beendete es vorläufig, da ich mich aufgrund des Muskelkaters, der Verspannungen und des Sonnenbrandes heute nicht imstande sah, weitere anzuschleppen. Dieses werde ich zu gegebener Zeit nachholen und das Werk vollenden.
Hier sind ein paar Impressionen von gestern und dem heutigen Morgen:
Ich unterscheide mich in diesem Fall nicht von der Masse.
Mein Garten hatte es dringend nötig, mein Problem ist nur, wenn ich erst einmal anfange, dann finde ich kein Ende. Während ich noch mit der einen Seite beschäftigt bin, habe ich schon eine neue Idee für die andere Seite. Eigentlich wollte ich nur das sog. Unkraut aus dem Kiesbett entfernen mit einem Zeitaufwand von vielleicht 2-3 Studen, am Ende war es dann eine komplette nicht geplante Hofeinfahrts umgestaltung die 2 Tage in Anspruch nahm. Als 7-fache Mutter hat man ja sonst nichts zu tun, als ewig viel Bruchgestein von der aller hintersten Ecke des Grundstückes zur vordersten zu schleppen und zusammen zu puzzeln, um ein Blumenbeet aus diesen zu formen. Das Ende vom Lied war ein tierischer Muskelkater, ein richtig fetter Sonnenbrand, aufgrund des Muskelkaters und der verspannten Schultermuskulatur kaum spürbar aus der hoffentlich eine schöne Bräune wird.
Ich fühlte mich fast wie Superwoman und auch meine Kinder waren stark beeindruckt ob meiner Kraft, denn ich nahm die Dinger so auseinander und hoch. Mühelos ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken. "Boah Mama Du bist aber echt stark!" sagten meine beiden Jüngsten schwer beeindruckt. Wenn sie wüssten.......hä hä hä! Mein Selbstbewußtsein bekam einen ordentlichen Schub und so rannte ich los Stein für Stein von hinten nach vorne zu schleppen. Nach 4 Stunden mußte ich dann doch etwas länger pausieren, Steine sind eben keine Holzkübel, so morsch das sie einfacher als ein Pappkarton auseinander zu nehmen waren. Aber wer A sagt muss bekanntlich auch B sagen. Ich sortierte meine Steine also erst einmal und setzte meine drei großen kaputten Tonblumentöpfe dazwischen, da diese drei nicht ausreichend waren, war ich fast gezwungen noch weitere gezielt zu zerstören. Aber nur fast. Ich freute mich über die Sache, die mich wenige Tage zuvor noch sehr geärgert hatte. Wie gut das ich erst wenige Tage zuvor 30 Tontöpfe im Bastelversand recht günstig erstanden hatte (10 Stück zu 2,98 Euro), von denen ich am Ende nur die Hälfte zahlen musste, da ein Teil den Transport nicht überstanden haben. Die Scherben durfte ich zur Entsorgung behalten. Wie gut, das sie noch im Pappkarton verpackt im Haus standen.
Ich fing am Montag um 10:30 Uhr an und endete um 19:30 Uhr. Am nächsten Morgen (Dienstag) Punkt 8:30 Uhr besorgte ich mir weitere Steine, um das Bild zu komplettieren. Am Nachmittag war ich dann soweit meine Kräuter zu pflanzen. Es war nur zu dumm, das ich mehr Tontöpfe als Kräuter und Saatgut besaß, also nützte es alles nichts und ich musste mich auf die Socken machen um weitere zu besorgen.
Zuvor musste ich aber eilends zusehen das Abendessen zuzubereiten. Auf dem Weg vom Baumarkt zurück nach Hause, wollten wir dann gleich unsere beiden Kleinen vom Kindergarten abholen. Es gab also einen schnellen Auflauf --> Nudel-Hack-Zwiebeln-Paprika-Tomaten mit Käsesauce.
Hack würzen anbraten, Zwiebeln kleinschneiden, zufügen. Zwischendrin Wasser im Wasserkocher kochen - Nudeln in einen Topf geben und mit dem heißen Wasser übergießen um sie etwas vorzugaren. Paprika und Tomaten würfeln zugeben. Käse reiben. Schmelzkäse "Sahne" mit Milch aufkochen, mit Kräutern abschmecken. Nudeln abgießen und mit dem Hack und Gemüse mischen, in eine Auflaufform geben mit Käsesauce übergießen. 3 Eier mit etwas Milch, Salz und Kräuter verquirlen und über den Auflauf geben (damit es nicht so wässrig ist) und das ganze mit Käse und etwas Paniermehl bestreuen. Alufolie über die Auflaufform, in den Backofenstellen. Schnell in das Zimmer des Ältesten wetzen und ihm den Auftrag erteilen den Backofen um 17:45 Uhr anzuschalten (zuvor das voreinstellen der Temperatur nicht vergessen) und man hat um 18:15 Uhr einen gehaltvollen Auflauf.
Arbeitsaufwand ohne Backzeit 20 Minuten für 9 Personen je 2 Portionen (mit Überschuß von dem am nächsten Tag aufgewärmt noch 3 Personen satt werden) Verwendete Gewürze: Thymian, Majoran, Oregano, Basilikum und Pfeffer --> Preis für ca. 25 große Portionen oder 12 Erwachsene = ca. 6 Euro
Aber weiter im Programm: Kräuter gekauft, gerade im Sonderangebot weil bei einigen die Etiketten fehlten zu je 0,50 Euro, für den Kräuterkenner selbstverständlich problemlos zu erkennen. Tomatenpflanze im Angebot zu 0,69 Euro, weil etwas recht klein geraten. Kein Thema, wer sich mit Pflanzen nur ein wenig auskennt, weiß das diese Pflanze bis zum Ende des Sommers nicht weniger Früchte tragen wird als die ca. 10-15cm größere.
Schnell beim Kindergarten rumfahren, Punkt 18 Uhr waren wir wieder zu Hause, das Essen so gut wie fertig.
Also wurde sich erst gestärkt und nachdem die Jüngsten um 19 Uhr im Bett waren, habe ich die Pflanzen eingepflanzt. Um 22:15 Uhr war mein Werk fast vollendet. Ich beendete es vorläufig, da ich mich aufgrund des Muskelkaters, der Verspannungen und des Sonnenbrandes heute nicht imstande sah, weitere anzuschleppen. Dieses werde ich zu gegebener Zeit nachholen und das Werk vollenden.
Hier sind ein paar Impressionen von gestern und dem heutigen Morgen:
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| "Ich bin stolz auf unser Werk, schließlich habe ich hier die ganze Arbeit gemacht, während Frauchen hier die ganze Zeit ganz brav und faul in der Sonne gepennt hat!" |
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| Bei anderen schlägt Unkraut auf, bei uns sind es Buntstifte! |
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| Mit Kräutern bepflanzt |
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| MJAM! Lecker Kräuter, genau was ich jetzt mag und brauche! |
Montag, 15. April 2013
30% der ALGII Empfänger sind Aufstocker
Was bedeutet das?
Das bedeutet das es tatsächlich nur 70% der 100% der ALGII (HartzIV) auch tatsächlich ausschließlich von Sozialleistungen leben. DIe restlichen 30% sind also Menschen die in Arbeit stehen, deren Einkommen aber nicht zum Leben ausreichend ist. Anders gesagt, jeder 3. ALGII Empfänger ist ein Aufstocker. Ihre Löhne sind so niedrig, das der Staat ihnen unter die Arme greifen muß, damit sie überleben. Es ist praktisch aber auch faktisch gesehen "Staatlich subventionierte Niedrigstlöhne"
Diese Niedrigstlöhne werden gezahlt und mit Steuergelder auf Lebensunterhalt gestockt.
Wir alle zahlen also dafür, das einige Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ZU WENIG zahlen können und damit die Lohnkosten wunderbar gering halten können. Verrückt, oder?!
Diese Steuergelder fehlen an anderer Stelle dann leider wiederum z.B. in der Bildung, der Betreuung, ....
weil einige Leute nur sehr wenig für gute Arbeit zu zahlen bereit sind.
NIcht alle Aufstocker sind nur 400 Euro Jobber oder die aus einem Selbstverwirklichungsdrang heraus,völlig Talentfrei ihren Job kündigten und Künstler wurden.
Nein, viele Menschen die als sog. "Aufstocker" gelten, haben Frau/Mann, Kinder und gehen 40 Stunden (oft auch mehr) die Woche arbeiten, Vollerwerbstätige. Sie arbeiten und arbeiten, kommen aber trotzdem niemals auf einen grünen Zweig, ....
Das ist traurig für solch ein reiches Land. Man spricht hier wahrscheinlich von Ausbeutung mit staatlicher Zustimmung. Anders kann es nicht sein, würde der Staat sonst stillschweigend zusehen? Würde der Staat es zulassen, dass Arbeitgeber zu wenig zahlen und freiwillig selbst zuzahlen, anstatt den Leuten gehörig auf die Finger zu klopfen?! Würde der Staat das einfach so mitmachen, wenn er eben nicht einverstanden wäre?
Nein, das würde er nicht.
Der Staat besteht nicht nur aus Politikern, das ist nur die gesetzgebende Seite. Er besteht auch aus einer Gesellschaft, dem sog. Volk.
Somit stimmen wohl das Volk und Politik dieses Staates zu, das Arbeitgeber zu geringe Löhne zahlen, ansonsten wäre es wohl nicht möglich. Sonst würde sie dagegen aufbegehren, das hier Steuergelder aufgewandt werden, damit die Firmen mehr Einnahmen haben.
Ich glaube in der DDR war es damals auch so, das die Einkommen nicht hoch genug waren, das es für den Lebensunterhalt gereicht hätte. Dort war es nur nicht so offensichtlich, das der Staat Niederlöhne subventionierte, da sie es verdeckter machten. Die Lebensmittel waren in der DDR gigantisch niedrig, denn anstatt die Löhne durch Steuergelder aufzustocken übernahmen sie einen Anteil an den Lebensmitteln.
HIer wurden die Lebensmittel staatlich subventioniert. Die Leute wussten es nur nicht, sondern waren im Glauben das ihre Löhne ausreichend zum Leben seien. Sie zahlten ihre Steuern und Abgaben, auch auf Lebensmittel. Diese Steuereinnahmen die der Staat dadurch bekam, deckte aber nicht die Summe ab, welche er auf anderer Stelle zuschießen musste. Am Ende ging die DDR auch hier dran zugrunde. Staatsbankrott/pleite. Ähnliches Prinzip wie mit den Aufstockern und ALGII Zusatzleistungen.
In der DDR geschah es im Hintergrund, hier geschieht Gleiches aber für jeden erkennbar. Diese Variante ist wohl die ehrlichere und offenere.
Am Ende ist aber letztlich beides das selbe. Ob nun Lebensmittel durch Steuergelder günstiger werden oder Löhne durch Sozialleistungen auf Überlebensniveau gebracht werden, macht da wohl kaum einen Unterschied.
Der sog. Aufstocker zahlt auf seinem Lohn auch Steuern und der Staat schießt ihm aus Steuermittel wieder Geld zu, damit er überlebt.
Der Aufstocker hat, so könnte man es sagen, noch Glück gehabt. Im Vergleich zu demjenigen der nicht aufstocken kann, weil sein Gehalt/Einkommen gerade über dem Satz liegt und er somit von allen Förderungen abgeschnitten ist. Letzterer hat am Ende noch weniger, da er alles selbst zahlt. Diese suchen sich dann einen Nebenerwerb. Die Zahl der Nebenerwerbstätigen bzw. jener Menschen die neben ihrem Hauptjob noch einen Nebenjob annehmen müssen, hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Jeder 11. Deutsche hat einen Nebenjob (im Südwesten jeder 7.) um über die Runden zu kommen. Natürlich wird gerne suggeriert, das die Leute NUR einen Nebenjob haben, weil sie sich etwas leisten möchten usw. nicht aber, das es sonst zum Leben nicht ausreichen würde und für ergänzendes ALGII etwas zu hoch ist. Jeder 5. Deutsche ist von Armut bedroht. (Was wir unter Armut verstehen und nicht tatsächlich anderswo auch Armut bedeuten würde!)
Als Steuerzahler, das ist der Arbeiter, der Beamte und auch derjenige der der Regierungsriege angehört, sollten wir diese Moral einiger nicht weiterhin akzeptieren, sondern uns dagegen sperren, das Steuergelder zweckentfremdet werden.
ALGII ist für diejenigen gedacht, die durch eigener Kraft ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, also für kranke und arbeitslose Menschen. Es ist aber auf gar keinen Fall dafür gedacht, die Lohnkosten der Arbeitgeber zu reduzieren.
Es kann und darf nicht sein, das Menschen oftmals schwer und 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, um am Ende noch ergänzende Sozialleistungen zu beziehen, damit es zum überleben ausreicht. Das ist nicht der Sinn der Arbeit und der Sozialleistungen.
Mindestlöhne und dementsprechende steuerliche Vorgaben, die sicherstellen das am Ende jeder Arbeiter und Angestellte, aber auch Beamter (viele in dieser Gruppe beziehen KindergeldII, Jugendbeihilfe, Wohngeld, u. ä.) durch seine getane Arbeit zum Leben genug hat.
Aber nicht nur der Staat und die Arbeitgeber sind hier gefordert, sondern auch die Mobiltelefonanbieter, Versandhäuser, Kreditunternehmen als auch jene die Wohnungen vermieten. Denn gewisse Posten wie Hauskredite oder Bankverbindlichkeiten als auch Miete werden bei den Berechnungen von Sozialleistungen berücksichtigt z. B. Jugendbeihilfe (Zuschuß bzw. Übernahme der Kindergartengebühren durch den Staat, bei zu geringen Einkommen).
Mir sind durchaus Menschen bekannt, die nach Abzug aller Verbindlichkeiten noch genau 389,00 Euro zum Leben mit 2 Kindern im Monat übrig hatten. Also für alles was man zum Leben so braucht inkl. Kleidung, Schulmaterial, zum Tanken usw. Hier ein Kleinkredit bei Quelle, dort ein Hauskredit, hier ein Autokredit und und und. Da kann doch gewiss etwas nicht stimmen. Irgendein Bankberater kann hier doch nicht richtig gerechnet oder sich an gewisse Vorgaben gehalten haben, oder? Selbstverständlich haben auch diese Menschen selbst schuld und hätten vorher die Bremse ziehen müssen. Verantwortung für das eigene Leben nennt man das wohl. Bei diesen beiden war es am Ende so, Privatinsolvenz und zwei Jahre später die Ehe kaputt. Er hatte sich anderweitig verliebt und sie blieb mit zwei kleinen Kindern im Alter von 5 und 7 Jahren zurück. Heute 6 Jahre nach der Scheidung: Ist er vollkommen baden gegangen und sie schuldenfrei und seid einem halben Jahr verheiratet. Sie hat den Sprung geschafft, er leider nicht.
Selbstverständlich tragen nicht die Banken allein die Schuld am Elend der überschuldeten Menschen, das ist ganz klar. Schließlich wird man nicht zum Abschluss eines Kreditvertrages gezwungen, sondern unterzeichnet diesen letztlich immer noch selbst. Aber.........
Sozialleistungen wie das ALGII sind für kranke und arbeitslose Menschen gedacht, aber nicht für Vollzeit im Berufsleben stehende Menschen. Wenn jemand es nötig hat, zu seinem Vollzeitjob noch ALGII zu beantragen, dann sollte er sich darüber im Klaren sein, das er ausgenutzt und ausgebeutet wird.
Wenn ein Mensch in diesem Land, zu seinem Vollzeitjob noch ALGII beantragen muss, dann sollte sich die Gesellschaft, das Volk (wir alle) darüber im Klaren sein, das Menschen ausgenutzt und ausgebeutet werden.
Dieses sollten wir uns nicht weiterhin gefallen lassen, sondern dafür Sorge tragen, das jeder bekommt was er auch verdient!
Wir leben nicht um zu arbeiten sondern wir arbeiten um zu leben!!!
Das bedeutet das es tatsächlich nur 70% der 100% der ALGII (HartzIV) auch tatsächlich ausschließlich von Sozialleistungen leben. DIe restlichen 30% sind also Menschen die in Arbeit stehen, deren Einkommen aber nicht zum Leben ausreichend ist. Anders gesagt, jeder 3. ALGII Empfänger ist ein Aufstocker. Ihre Löhne sind so niedrig, das der Staat ihnen unter die Arme greifen muß, damit sie überleben. Es ist praktisch aber auch faktisch gesehen "Staatlich subventionierte Niedrigstlöhne"
Diese Niedrigstlöhne werden gezahlt und mit Steuergelder auf Lebensunterhalt gestockt.
Wir alle zahlen also dafür, das einige Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ZU WENIG zahlen können und damit die Lohnkosten wunderbar gering halten können. Verrückt, oder?!
Diese Steuergelder fehlen an anderer Stelle dann leider wiederum z.B. in der Bildung, der Betreuung, ....
weil einige Leute nur sehr wenig für gute Arbeit zu zahlen bereit sind.
NIcht alle Aufstocker sind nur 400 Euro Jobber oder die aus einem Selbstverwirklichungsdrang heraus,völlig Talentfrei ihren Job kündigten und Künstler wurden.
Nein, viele Menschen die als sog. "Aufstocker" gelten, haben Frau/Mann, Kinder und gehen 40 Stunden (oft auch mehr) die Woche arbeiten, Vollerwerbstätige. Sie arbeiten und arbeiten, kommen aber trotzdem niemals auf einen grünen Zweig, ....
Das ist traurig für solch ein reiches Land. Man spricht hier wahrscheinlich von Ausbeutung mit staatlicher Zustimmung. Anders kann es nicht sein, würde der Staat sonst stillschweigend zusehen? Würde der Staat es zulassen, dass Arbeitgeber zu wenig zahlen und freiwillig selbst zuzahlen, anstatt den Leuten gehörig auf die Finger zu klopfen?! Würde der Staat das einfach so mitmachen, wenn er eben nicht einverstanden wäre?
Nein, das würde er nicht.
Der Staat besteht nicht nur aus Politikern, das ist nur die gesetzgebende Seite. Er besteht auch aus einer Gesellschaft, dem sog. Volk.
Somit stimmen wohl das Volk und Politik dieses Staates zu, das Arbeitgeber zu geringe Löhne zahlen, ansonsten wäre es wohl nicht möglich. Sonst würde sie dagegen aufbegehren, das hier Steuergelder aufgewandt werden, damit die Firmen mehr Einnahmen haben.
Ich glaube in der DDR war es damals auch so, das die Einkommen nicht hoch genug waren, das es für den Lebensunterhalt gereicht hätte. Dort war es nur nicht so offensichtlich, das der Staat Niederlöhne subventionierte, da sie es verdeckter machten. Die Lebensmittel waren in der DDR gigantisch niedrig, denn anstatt die Löhne durch Steuergelder aufzustocken übernahmen sie einen Anteil an den Lebensmitteln.
HIer wurden die Lebensmittel staatlich subventioniert. Die Leute wussten es nur nicht, sondern waren im Glauben das ihre Löhne ausreichend zum Leben seien. Sie zahlten ihre Steuern und Abgaben, auch auf Lebensmittel. Diese Steuereinnahmen die der Staat dadurch bekam, deckte aber nicht die Summe ab, welche er auf anderer Stelle zuschießen musste. Am Ende ging die DDR auch hier dran zugrunde. Staatsbankrott/pleite. Ähnliches Prinzip wie mit den Aufstockern und ALGII Zusatzleistungen.
In der DDR geschah es im Hintergrund, hier geschieht Gleiches aber für jeden erkennbar. Diese Variante ist wohl die ehrlichere und offenere.
Am Ende ist aber letztlich beides das selbe. Ob nun Lebensmittel durch Steuergelder günstiger werden oder Löhne durch Sozialleistungen auf Überlebensniveau gebracht werden, macht da wohl kaum einen Unterschied.
Der sog. Aufstocker zahlt auf seinem Lohn auch Steuern und der Staat schießt ihm aus Steuermittel wieder Geld zu, damit er überlebt.
Der Aufstocker hat, so könnte man es sagen, noch Glück gehabt. Im Vergleich zu demjenigen der nicht aufstocken kann, weil sein Gehalt/Einkommen gerade über dem Satz liegt und er somit von allen Förderungen abgeschnitten ist. Letzterer hat am Ende noch weniger, da er alles selbst zahlt. Diese suchen sich dann einen Nebenerwerb. Die Zahl der Nebenerwerbstätigen bzw. jener Menschen die neben ihrem Hauptjob noch einen Nebenjob annehmen müssen, hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Jeder 11. Deutsche hat einen Nebenjob (im Südwesten jeder 7.) um über die Runden zu kommen. Natürlich wird gerne suggeriert, das die Leute NUR einen Nebenjob haben, weil sie sich etwas leisten möchten usw. nicht aber, das es sonst zum Leben nicht ausreichen würde und für ergänzendes ALGII etwas zu hoch ist. Jeder 5. Deutsche ist von Armut bedroht. (Was wir unter Armut verstehen und nicht tatsächlich anderswo auch Armut bedeuten würde!)
Als Steuerzahler, das ist der Arbeiter, der Beamte und auch derjenige der der Regierungsriege angehört, sollten wir diese Moral einiger nicht weiterhin akzeptieren, sondern uns dagegen sperren, das Steuergelder zweckentfremdet werden.
ALGII ist für diejenigen gedacht, die durch eigener Kraft ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, also für kranke und arbeitslose Menschen. Es ist aber auf gar keinen Fall dafür gedacht, die Lohnkosten der Arbeitgeber zu reduzieren.
Es kann und darf nicht sein, das Menschen oftmals schwer und 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, um am Ende noch ergänzende Sozialleistungen zu beziehen, damit es zum überleben ausreicht. Das ist nicht der Sinn der Arbeit und der Sozialleistungen.
Mindestlöhne und dementsprechende steuerliche Vorgaben, die sicherstellen das am Ende jeder Arbeiter und Angestellte, aber auch Beamter (viele in dieser Gruppe beziehen KindergeldII, Jugendbeihilfe, Wohngeld, u. ä.) durch seine getane Arbeit zum Leben genug hat.
Aber nicht nur der Staat und die Arbeitgeber sind hier gefordert, sondern auch die Mobiltelefonanbieter, Versandhäuser, Kreditunternehmen als auch jene die Wohnungen vermieten. Denn gewisse Posten wie Hauskredite oder Bankverbindlichkeiten als auch Miete werden bei den Berechnungen von Sozialleistungen berücksichtigt z. B. Jugendbeihilfe (Zuschuß bzw. Übernahme der Kindergartengebühren durch den Staat, bei zu geringen Einkommen).
Mir sind durchaus Menschen bekannt, die nach Abzug aller Verbindlichkeiten noch genau 389,00 Euro zum Leben mit 2 Kindern im Monat übrig hatten. Also für alles was man zum Leben so braucht inkl. Kleidung, Schulmaterial, zum Tanken usw. Hier ein Kleinkredit bei Quelle, dort ein Hauskredit, hier ein Autokredit und und und. Da kann doch gewiss etwas nicht stimmen. Irgendein Bankberater kann hier doch nicht richtig gerechnet oder sich an gewisse Vorgaben gehalten haben, oder? Selbstverständlich haben auch diese Menschen selbst schuld und hätten vorher die Bremse ziehen müssen. Verantwortung für das eigene Leben nennt man das wohl. Bei diesen beiden war es am Ende so, Privatinsolvenz und zwei Jahre später die Ehe kaputt. Er hatte sich anderweitig verliebt und sie blieb mit zwei kleinen Kindern im Alter von 5 und 7 Jahren zurück. Heute 6 Jahre nach der Scheidung: Ist er vollkommen baden gegangen und sie schuldenfrei und seid einem halben Jahr verheiratet. Sie hat den Sprung geschafft, er leider nicht.
Selbstverständlich tragen nicht die Banken allein die Schuld am Elend der überschuldeten Menschen, das ist ganz klar. Schließlich wird man nicht zum Abschluss eines Kreditvertrages gezwungen, sondern unterzeichnet diesen letztlich immer noch selbst. Aber.........
Sozialleistungen wie das ALGII sind für kranke und arbeitslose Menschen gedacht, aber nicht für Vollzeit im Berufsleben stehende Menschen. Wenn jemand es nötig hat, zu seinem Vollzeitjob noch ALGII zu beantragen, dann sollte er sich darüber im Klaren sein, das er ausgenutzt und ausgebeutet wird.
Wenn ein Mensch in diesem Land, zu seinem Vollzeitjob noch ALGII beantragen muss, dann sollte sich die Gesellschaft, das Volk (wir alle) darüber im Klaren sein, das Menschen ausgenutzt und ausgebeutet werden.
Dieses sollten wir uns nicht weiterhin gefallen lassen, sondern dafür Sorge tragen, das jeder bekommt was er auch verdient!
Wir leben nicht um zu arbeiten sondern wir arbeiten um zu leben!!!
Sonntag, 14. April 2013
Frühling oder Paradies auf Erden
Was sagte ich, der Frühling ist da und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Gänseblümchen auf den Tisch stehen.
Heute stehen sie auf dem Tisch. Mein Jüngster, der liebe Sven-Ole, hat sie mir heute stolz gebracht.
Zuerst kam er ins Haus, völlig aufgeregt. "Mama - Mama! Die kleinen Blumen sind alle wieder da!"
und rannte wieder hinaus. Keine 10 Minuten später stand wieder im Haus "Ich habe Blumen für Dich!"
Und dieses Jahr, zum ersten Mal in 15 Jahren, mit ausreichend langen Stengel, allesamt und nicht zerknittert.
Mein "Baby" ist immerhin jetzt schon 4 Jahre und schon "richtig echt groß", ich mit ihm. Ich war noch nie 4 Jahre, immer war da noch jemand der jünger war.
Früher habe ich immer im Scherz, als unsere Kinder alle irgendwo noch klein waren "Wenn ich einmal groß bin, dann...!" gesagt. Ich glaube ich fange gerade an, groß zu werden, vielleicht werde ich eines Tages sogar noch erwachsen? Ich hoffe es nicht, es ist eine schreckliche Vorstellung. Erwachsen sein ist so langweilig, ein 16 jähriger Teen zu sein auch. Keine Abenteuer, keine Wunder und kein Zauber mehr.
Es ist kein Abenteuer mehr, mit der Straßenbahn zu fahren, sondern ein notwendiges Übel um die Schule zu erreichen. Da gibt es dann keine Mama mehr mit Zauberkräften, die mit etwas pusten und einen dicken Kuß, den Schmerz vertreibt. Oder ein paar Kräuter auflegt, Wadenwickel macht und damit Krankheiten vertreibt. Es ist ja nicht so, das sie es nicht wollte, aber sie darf es nicht mehr.
Nein, da gibt es dann tolle Sachen wie "Dolormin", Antibiotika usw die man sich reinpfeifen kann und die Sache ist erledigt.
Es gibt da keinen superstarken Papa mehr, der einen auf die Schulter nimmt, wenn man müde wird und nicht mehr laufen kann. Man stellt fest, das Mama oder Papa ja überhaupt nicht malen können, das ihre Pferde auch nicht viel anders als ihre Hunde und Kühe ausschauen. Die Oma nicht nur wirklich alt ist, sondern auch noch von vorgestern. Aber vor allen Dingen, das die Eltern überhaupt keinen Peil von der Welt haben, nicht einmal mit einem PC können sie gescheit umgehen.
Und Gänseblümchen pflücken, ist total oberpeinlich und so richtig voll daneben. Außer der kleinste Bruder ist dabei, dann ist es natürlich etwas vollkommen anderes. Dem muss man es ja noch zeigen und beibringen Ebenso Bob der Baumeister zu schauen oder Äpfelchen zu spielen. Das fällt in solch einem Fall dann in die Kategorie, Märtyrertum und Selbstaufopferung. Nicht das man es mögen würde oder so. Nein, man macht es nur dem kleinem Bruder zuliebe. Ebenso erzählt man ihm Geschichten von "Löwenzähnen" und das die Pflanze Löwenzahn eben darum so heißt, weil ihre Blätter diese Form haben. Du bist vollkommen abgeklärt, hast die Welt durchschaut und merkst wie albern doch alles ist und war.........
...aber auf einmal kommt das Abenteuer, wenn Du es nicht erwartest. Ein kleiner entsetzter und aufgeregter Dreijähriger nimmt Deine Hand weil Du seine einzigste Rettung bist vor den bösen "Schlangen" im Garten, die Dir den Weg zur Rutsche versperren. Nur Du allein kannst ihm helfen, weil sonst gerade keiner zugegen ist. In diesem Moment wirst Du zum Helden und das Abenteuer beginnt, spätestens jetzt weißt Du, das Du ein ganz Großer in einer zauberhaften Welt sein kannst. Das all das was Du im Moment zuvor noch als albern, verrückt, lächerlich und kindisch abgetan hast, wahr ist. Du bist zurück in der Welt der Fantasie, des Zaubers, der Abenteuer und der Magie, alles ist noch genau so wie Du sie einst verlassen hast. Dir wird auf einmal klar, der Zauber, die Magie und das Abenteuer Dich niemals verließen, sondern Du warst es der einfach fortging, während sie nur darauf wartete das Du zurückkommen würdest. Genau in diesem Moment hast Du die alte und wahre Welt wieder betreten, aus der Du, voll mit Erkenntnissen, fortgingst. Du spürst wie die Freude, das Glück und die Freiheit sich ihre Bahn in Dir brechen. Auf einmal verspürst Du den Drang gegen Monster, Schlangen und Drachen zu kämpfen, einfach gegen alles die den Frieden dieses Landes bedrohen, um dieses kleine Kind davor zu bewahren. Du marschierst also auf, gut gerüstet und stellst Dich den bösen Schlangen, auch wenn Dir selbst ganz anders ist und Dir dabei echt mulmig wird.
Du bist zurück im Paradies, als hättest Du niemals einen Apfel vom Baum der Erkenntnis gegessen und alles ist noch genau so wie immer.
In diesem Moment, betrachtest Du die Welt wieder durch die Augen eines Kindes und sie liegt wunderschön vor Dir.
Gib einem Kind Deine Hand und es führt Dich den langen Weg zurück in ein Land, das Du erkennen wirst als das Paradies von einst.
Hier noch ein paar Impressionen von unserem heutigen (kurzen) Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein

Heute stehen sie auf dem Tisch. Mein Jüngster, der liebe Sven-Ole, hat sie mir heute stolz gebracht.
Zuerst kam er ins Haus, völlig aufgeregt. "Mama - Mama! Die kleinen Blumen sind alle wieder da!"
und rannte wieder hinaus. Keine 10 Minuten später stand wieder im Haus "Ich habe Blumen für Dich!"
Und dieses Jahr, zum ersten Mal in 15 Jahren, mit ausreichend langen Stengel, allesamt und nicht zerknittert.
Mein "Baby" ist immerhin jetzt schon 4 Jahre und schon "richtig echt groß", ich mit ihm. Ich war noch nie 4 Jahre, immer war da noch jemand der jünger war.
Früher habe ich immer im Scherz, als unsere Kinder alle irgendwo noch klein waren "Wenn ich einmal groß bin, dann...!" gesagt. Ich glaube ich fange gerade an, groß zu werden, vielleicht werde ich eines Tages sogar noch erwachsen? Ich hoffe es nicht, es ist eine schreckliche Vorstellung. Erwachsen sein ist so langweilig, ein 16 jähriger Teen zu sein auch. Keine Abenteuer, keine Wunder und kein Zauber mehr.
Es ist kein Abenteuer mehr, mit der Straßenbahn zu fahren, sondern ein notwendiges Übel um die Schule zu erreichen. Da gibt es dann keine Mama mehr mit Zauberkräften, die mit etwas pusten und einen dicken Kuß, den Schmerz vertreibt. Oder ein paar Kräuter auflegt, Wadenwickel macht und damit Krankheiten vertreibt. Es ist ja nicht so, das sie es nicht wollte, aber sie darf es nicht mehr.
Nein, da gibt es dann tolle Sachen wie "Dolormin", Antibiotika usw die man sich reinpfeifen kann und die Sache ist erledigt.
Es gibt da keinen superstarken Papa mehr, der einen auf die Schulter nimmt, wenn man müde wird und nicht mehr laufen kann. Man stellt fest, das Mama oder Papa ja überhaupt nicht malen können, das ihre Pferde auch nicht viel anders als ihre Hunde und Kühe ausschauen. Die Oma nicht nur wirklich alt ist, sondern auch noch von vorgestern. Aber vor allen Dingen, das die Eltern überhaupt keinen Peil von der Welt haben, nicht einmal mit einem PC können sie gescheit umgehen.
Und Gänseblümchen pflücken, ist total oberpeinlich und so richtig voll daneben. Außer der kleinste Bruder ist dabei, dann ist es natürlich etwas vollkommen anderes. Dem muss man es ja noch zeigen und beibringen Ebenso Bob der Baumeister zu schauen oder Äpfelchen zu spielen. Das fällt in solch einem Fall dann in die Kategorie, Märtyrertum und Selbstaufopferung. Nicht das man es mögen würde oder so. Nein, man macht es nur dem kleinem Bruder zuliebe. Ebenso erzählt man ihm Geschichten von "Löwenzähnen" und das die Pflanze Löwenzahn eben darum so heißt, weil ihre Blätter diese Form haben. Du bist vollkommen abgeklärt, hast die Welt durchschaut und merkst wie albern doch alles ist und war.........
...aber auf einmal kommt das Abenteuer, wenn Du es nicht erwartest. Ein kleiner entsetzter und aufgeregter Dreijähriger nimmt Deine Hand weil Du seine einzigste Rettung bist vor den bösen "Schlangen" im Garten, die Dir den Weg zur Rutsche versperren. Nur Du allein kannst ihm helfen, weil sonst gerade keiner zugegen ist. In diesem Moment wirst Du zum Helden und das Abenteuer beginnt, spätestens jetzt weißt Du, das Du ein ganz Großer in einer zauberhaften Welt sein kannst. Das all das was Du im Moment zuvor noch als albern, verrückt, lächerlich und kindisch abgetan hast, wahr ist. Du bist zurück in der Welt der Fantasie, des Zaubers, der Abenteuer und der Magie, alles ist noch genau so wie Du sie einst verlassen hast. Dir wird auf einmal klar, der Zauber, die Magie und das Abenteuer Dich niemals verließen, sondern Du warst es der einfach fortging, während sie nur darauf wartete das Du zurückkommen würdest. Genau in diesem Moment hast Du die alte und wahre Welt wieder betreten, aus der Du, voll mit Erkenntnissen, fortgingst. Du spürst wie die Freude, das Glück und die Freiheit sich ihre Bahn in Dir brechen. Auf einmal verspürst Du den Drang gegen Monster, Schlangen und Drachen zu kämpfen, einfach gegen alles die den Frieden dieses Landes bedrohen, um dieses kleine Kind davor zu bewahren. Du marschierst also auf, gut gerüstet und stellst Dich den bösen Schlangen, auch wenn Dir selbst ganz anders ist und Dir dabei echt mulmig wird.
Du bist zurück im Paradies, als hättest Du niemals einen Apfel vom Baum der Erkenntnis gegessen und alles ist noch genau so wie immer.
In diesem Moment, betrachtest Du die Welt wieder durch die Augen eines Kindes und sie liegt wunderschön vor Dir.
Gib einem Kind Deine Hand und es führt Dich den langen Weg zurück in ein Land, das Du erkennen wirst als das Paradies von einst.
Hier noch ein paar Impressionen von unserem heutigen (kurzen) Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein

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| Sven-Ole |
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| Timm-Niclas, Neele-Sophie und Fentje-Amelie |
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| Mr. Buddy |
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| Neele-Sophie, Wilfried, Niels-Oliver und Buddy |
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| Fentje-Amelie |
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| Janneke-Marie |
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| Timm-Niclas |
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| Er sonnt sich im noch braunen Gras |
Freitag, 12. April 2013
15 Jahre Gänseblümchen oder der Frühling ist da!
Es war ein langer Winter, trüb soll er zudem auch gewesen sein, so sagt man mir jedenfalls.
Ich habe eine andere Meinung, wie so oft.
Ja der Winter war lang und wunderschön, so hell und licht. Trüb?! Nein, auf gar keinen Fall, für einen Ostfriesen der naßkaltes und graues Wetter gewohnt ist, absolut nicht. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal außer den Winter 2011/2012 je solch einen freundlichen und hellen Winter erlebt habe. Solche Mengen an Schnee, kenne ich doch nur aus dem Fernseher. Ich war so begeistert und jetzt erzählt mir jeder etwas von trüben und schlechten Winter. Für mich unbegreiflich.
Da kommt bei mir die Frage doch hoch:
Wenn dieser für mich wunderschöne Winter für meine Landsleute hier, ein schlechter und trüber gewesen ist, um ein wie vieles schöner, freundlicher und heller mögen dann wohl die "normalen" Winter hier sein?
Die Frage stellt sich auch für den Sommer, einer der besten und schönsten meines Lebens. Aber man sagt mir, der Sommer war wirklich schlecht.
Ich für meinen Fall empfand diesen Winter als den schönsten den ich je erleben durfte, gleiches gilt für den Sommer.
Aber wie gesagt, ich bin seit dem Tage meiner Geburt nur die karge ostfriesische Landschaft, grau in grau und naßkalt gewohnt gewesen. Da ist man strahlenden weißen Landschaften, die in der Sonne funkeln und glitzern, einfach fasziniert und so manches mal nur überwältigt von solch einer Pracht und Schönheit. Man stellt sich die Frage "Womit habe ich dieses Glück, das hier erleben zu dürfen nur verdient?!" aber auch "Bin ich etwa schon tot und im Himmel?Wenn dies hier wirklich nur die Erde ist, um eine wie vieles schöner mag dann das wirkliche Paradies sein?"
An dieser Stelle ist ein "DANKE, das ich hier sein darf!" meinerseits angebracht.
Der Winter ist jetzt scheinbar vorbei, "Endlich" rufen die einen "Okay!" sage ich. Alles draußen riecht nach Frühling, quasi über Nacht kam es. Dieser bestimmte Geruch den es nur zu dieser Jahreszeit gibt. Unterschwellig zuerst unter dem alten Wintergeruch, ganz sachte und seicht konnte man ihn bereits in der vorletzten Woche wahrnehmen. Trotz Frost und immer wieder etwas Schneefall. Jetzt ist nur noch dieser Duft, dieser Geruch vordergründig und der letzte Rest des Winterduftes ist verschwinden.
Der Frühling ist eingekehrt und der Winter wurde ausgekehrt, unaufhaltsam und unwiderruflich. Es ist nur noch eine Frage von ein paar Tagen, so denke ich, das alles in einem wunderschönen hellgrünen Kleide steht.
Es ist nur eine Frage von Zeit, wann die ersten Gänseblümchen auf dem Tisch stehen. Hübsch in einem Schnapsglas arrangiert oder in einer Schüssel mit Wasser schwimmend, da die Stengel fehlen.
Wie immer mit sehr kurzen Stengeln, wie es seit 15 Jahren hier bei uns der Fall ist. Oder vielmehr als mein Großer, damals mit 16 Monaten (1998) im Garten stand, die Blumen mitsamt das sie umgebene Gras ausriss "Da Blumis!" zu mir sagte und mir drei ganz zerknitterte und sehr warme Gänseblümchen mitsamt Gras in die Hand legte. Vergessen werde ich dieses nie. Seit diesem Tag wiederholt sich das Spiel jetzt Jahr für Jahr, nur die Hände (und die Gesichter) haben sich verändert aber die Geste ist immer die Gleiche geblieben, 2013 ist das 15. Jahr und ich freue mich darauf.
Ich würde es vermissen, wenn es auf einmal nicht mehr so wäre oder so ist.
Denn in diesem Moment weiß ich wirklich: "DER FRÜHLING IST DAAAAAAAAA!!!"
Das Leben mit Kindern ist schön, auch wenn manchmal dunkle Wolken im Leben aufziehen mögen, so sieht oder erahnt man hinter diesen doch immer noch die Sonne.
Ich habe eine andere Meinung, wie so oft.
Ja der Winter war lang und wunderschön, so hell und licht. Trüb?! Nein, auf gar keinen Fall, für einen Ostfriesen der naßkaltes und graues Wetter gewohnt ist, absolut nicht. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal außer den Winter 2011/2012 je solch einen freundlichen und hellen Winter erlebt habe. Solche Mengen an Schnee, kenne ich doch nur aus dem Fernseher. Ich war so begeistert und jetzt erzählt mir jeder etwas von trüben und schlechten Winter. Für mich unbegreiflich.
Da kommt bei mir die Frage doch hoch:
Wenn dieser für mich wunderschöne Winter für meine Landsleute hier, ein schlechter und trüber gewesen ist, um ein wie vieles schöner, freundlicher und heller mögen dann wohl die "normalen" Winter hier sein?
Die Frage stellt sich auch für den Sommer, einer der besten und schönsten meines Lebens. Aber man sagt mir, der Sommer war wirklich schlecht.
Ich für meinen Fall empfand diesen Winter als den schönsten den ich je erleben durfte, gleiches gilt für den Sommer.
Aber wie gesagt, ich bin seit dem Tage meiner Geburt nur die karge ostfriesische Landschaft, grau in grau und naßkalt gewohnt gewesen. Da ist man strahlenden weißen Landschaften, die in der Sonne funkeln und glitzern, einfach fasziniert und so manches mal nur überwältigt von solch einer Pracht und Schönheit. Man stellt sich die Frage "Womit habe ich dieses Glück, das hier erleben zu dürfen nur verdient?!" aber auch "Bin ich etwa schon tot und im Himmel?Wenn dies hier wirklich nur die Erde ist, um eine wie vieles schöner mag dann das wirkliche Paradies sein?"
An dieser Stelle ist ein "DANKE, das ich hier sein darf!" meinerseits angebracht.
Der Winter ist jetzt scheinbar vorbei, "Endlich" rufen die einen "Okay!" sage ich. Alles draußen riecht nach Frühling, quasi über Nacht kam es. Dieser bestimmte Geruch den es nur zu dieser Jahreszeit gibt. Unterschwellig zuerst unter dem alten Wintergeruch, ganz sachte und seicht konnte man ihn bereits in der vorletzten Woche wahrnehmen. Trotz Frost und immer wieder etwas Schneefall. Jetzt ist nur noch dieser Duft, dieser Geruch vordergründig und der letzte Rest des Winterduftes ist verschwinden.
Der Frühling ist eingekehrt und der Winter wurde ausgekehrt, unaufhaltsam und unwiderruflich. Es ist nur noch eine Frage von ein paar Tagen, so denke ich, das alles in einem wunderschönen hellgrünen Kleide steht.
Es ist nur eine Frage von Zeit, wann die ersten Gänseblümchen auf dem Tisch stehen. Hübsch in einem Schnapsglas arrangiert oder in einer Schüssel mit Wasser schwimmend, da die Stengel fehlen.
Wie immer mit sehr kurzen Stengeln, wie es seit 15 Jahren hier bei uns der Fall ist. Oder vielmehr als mein Großer, damals mit 16 Monaten (1998) im Garten stand, die Blumen mitsamt das sie umgebene Gras ausriss "Da Blumis!" zu mir sagte und mir drei ganz zerknitterte und sehr warme Gänseblümchen mitsamt Gras in die Hand legte. Vergessen werde ich dieses nie. Seit diesem Tag wiederholt sich das Spiel jetzt Jahr für Jahr, nur die Hände (und die Gesichter) haben sich verändert aber die Geste ist immer die Gleiche geblieben, 2013 ist das 15. Jahr und ich freue mich darauf.
Ich würde es vermissen, wenn es auf einmal nicht mehr so wäre oder so ist.
Denn in diesem Moment weiß ich wirklich: "DER FRÜHLING IST DAAAAAAAAA!!!"
Das Leben mit Kindern ist schön, auch wenn manchmal dunkle Wolken im Leben aufziehen mögen, so sieht oder erahnt man hinter diesen doch immer noch die Sonne.
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Donnerstag, 11. April 2013
Notizbuch, Kladde, Memobuch, Tagebuch selbstgemacht
Ich kann noch mehr, als meine Familie und unsere Haustiere versorgen, den Haushalt pflegen, reinigen und renovieren, den Garten umgestalten und Unkraut jäten, dummes Zeug von mir geben usw.
Ich habe neben meiner fleißigen auch noch eine recht kreative Ader! ;-)
Meine selbst gestalteten Notizbücher, Kladden, Tagebücher (oder wie auch immer der Einzelne sie nennen möchte) und wie es dazu kam, sind heute der Anlaß meines Blogs und nicht zu vergessen: meine nahezu zum himmelschreiende Geltungssucht und Angeberei! Ich laufe stets durch die Welt und schreie "Seht was ich alles kann, was ich alles bin und was ich alles habe!" *Ironie erkennt der Leser nie!* ;-)
Mir waren die handelsüblichen Bücher dieser Art immer zu langweilig, zu gleich, oberflächlich. Das war schon so, als ich noch Kind daheim bei Muddern war, da habe ich Notizbücher (sog. Chinakladden) immer mit Aufkleber, Federn, Kronkorken usw. beklebt und ver(un)ziert. Immer war ich auf der Suche nach dem besonderen Notizbuch, die man damals als Jugendlicher nicht genug haben konnte. Tagebuch habe ich zwar nie wirklich geführt, dazu fehlte mir früher schon die Geduld.
Mein Leben war auch eher langweilig und die Tagesabläufe verliefen meist eh alle gleich. Ein normales Durchschnittsleben halt. Meine Eltern mißhandelten oder mißbrauchten mich nicht, sie sorgten für uns Kinder nach besten Wissen und Ermessen. Für mich völlig normal und selbstverständlich. Das dieses nicht immer selbstverständlich ist, erfuhr ich erst viele, viele Jahre später seitens meines Mannes und einer Freundin.
Nun wie dem auch sei, für mich war es damals normal und selbstverständlich, meine Freunde lebten ebenso wie wir. Darum hieß es täglich: Aufstehen, Frühstück, Schule, Mittagessen, Tageszeitungen austragen (Montag bis Samstag in der Zeit zwischen 13-14 Uhr, 30-45 Minuten, 118 Zeitungen, im Alter von 14-17 Jahren), Hausaufgaben, ...Lesen, Musik hören, Freunde treffen, Schwimmtraining (weiter als bis zur niedersächsischen Landesmeisterschaft, dem Rettungsschwimmer Silber und Totenkopf Gold brachte ich es hier aber letztlich auch nicht). Abwechslung vom "Normalen" bot die Klassenfahrt bzw. Tagesfahrt einmal im Jahr bzw. alle 2 Jahre. Mein absolutes Highlight damals war die Zeltfreizeit der evangelisch reformierten Kirche zu Bunde nach Ungarn, die Klassenfahrt nach Oberammergau und die Abschlußfahrt in Klasse 10 nach England! Das waren 16 Jahre meines Lebens.
Meine Ausbildungszeit war auch eher langweilig und dominiert durch Mobing meiner ältlichen Single Arbeitskolleginnen (sie sind auch heute, 19 Jahre später mit 45 und 48 Jahren immer noch Singledamen, ich dato mit 17 Jahren in einer Beziehung mit meinem jetztigen Ehemann) seit mir der Chef ein Festanstellung direkt nach der Ausbildung bereits im 1. Lehrjahr schriftlich zugesagt hatte. Schlimmer wurde es erst als ich mich verlobt hatte und am Schlimmsten als ich schwanger war. Mein Chef fühlte sich damals von mir verraten und hintergangen, legte mir darum als ich ihm die Schwangerschaft zu beichten hatte, eine Kündigung nahe. Das waren 3 Jahre Ausbildungszeit
Als verheiratete Frau mit nach und nach mehr Kindern, gab es auch nicht wirklich etwas aufregendes, die Tage waren allesamt gleich, lediglich das Wetter bot Abwechslung. Mal war der Regen warm, mal kalt, mal fiel er senkrecht und oft schlug er einem ins Gesicht, an wenigen Tagen regnete es nicht, der Himmel war überwiegend grau und stark bewölkt und manchmal war es sogar kurze Hosen und T-Shirt heiß oder es schneite, ...! Mein Mann war schwer mit seiner Deutschen Bahn AG beschäftigt und hatte im September spätestens Mitte Oktober bereits dermaßen viele Überstunden, das er, wenn es denn genug Arbeitskräfte gegeben hätte, zu Hause hätte bleiben können. Den Urlaub verbrachten wir daheim und bauten um! Einzige Highlights oder Abwechslung die Geburt meiner 7 Kinder, meine Kur im Kurheim St. Anna Bad Peterstal-Griesbach 2010 (wegen eines totalen Burn outs) und ein Urlaub in der Bretagne 2010 (5 Jahre gespart) und selbstverständlich der Umzug ins gelobte Land "Langackern-Horben). Das waren also 16 fast 17 Jahre Ehe.
Was hätte ich also in den 35 Jahren Großartiges gehabt oder erlebt, in diesem überschaubaren eher langweiligen Leben ohne großartige Höhen und Tiefen, dass ich hätte niederschreiben können, sollen oder müssen?! Streitigkeiten, das Wetter, Mobing, ...??? "Meine Eltern liebten mich als Kind, meine Oma Wilma und mein Opa Richard liebten mich als Enkel, mein Onkel Richard liebte mich als Nichte, mein Mann liebte mich als Frau und meine Kinder liebten mich als Mutter, meine besten und engsten Freunde liebten mich als Freundin" das ist alles was ich am Ende meiner Tage wissen muß. Das weiß ich und es bedarf auch keiner extra Erwähnung oder Niederschrift meinerseits.
Aber jetzt wieder zum eigentlichen: Normale Notizbücher langweilten mich, also kreierte ich sie um und machte sie zu meinem Buch. Anders als die anderen. Gestalten lag mir schon immer, vielleicht wollte ich damals mit 15-16 Jahren Schauwerbegestalter werden anstatt Bürokauffrau.
So kam es also letztlich dazu.
Bislang habe ich sie immer so weg gegeben, weil mir danach war, als kleine Aufmerksamkeit usw......aber da sie immer sehr gut ankamen und angenommen wurden, werde ich sie demnächst in einem Internetshop anbieten ...wenn ich mich denn endlich einmal für einen entschieden habe! ;-)
Ebenso meine Kirschkernkissen, Salben, Öle, Boxen (oder Holzkisten),Basare usw. sind nichts für mich, dafür fehlt mir tagsüber und am Wochenende mit 7 Kindern und einem Mann der familienfeindlich im Wechselschichtdienst (also auch am Wochenende, Sonn- und Feiertagen) arbeitet schlicht und ergreifend einfach die Zeit. Bei einem Internetshop sieht die Sache schon vollkommen anders aus, da ich dort selbst den Zeitpunkt bestimme wann, was, wie und wieviel ich anbieten möchte.
Wer sich jetzt schon interessiert, darf mich natürlich gerne anschreiben.
Hier ein paar Impressionen meiner letzten Arbeiten, einige Bilder sind leider nicht so gut geworden:
Ich habe neben meiner fleißigen auch noch eine recht kreative Ader! ;-)
Meine selbst gestalteten Notizbücher, Kladden, Tagebücher (oder wie auch immer der Einzelne sie nennen möchte) und wie es dazu kam, sind heute der Anlaß meines Blogs und nicht zu vergessen: meine nahezu zum himmelschreiende Geltungssucht und Angeberei! Ich laufe stets durch die Welt und schreie "Seht was ich alles kann, was ich alles bin und was ich alles habe!" *Ironie erkennt der Leser nie!* ;-)
Mir waren die handelsüblichen Bücher dieser Art immer zu langweilig, zu gleich, oberflächlich. Das war schon so, als ich noch Kind daheim bei Muddern war, da habe ich Notizbücher (sog. Chinakladden) immer mit Aufkleber, Federn, Kronkorken usw. beklebt und ver(un)ziert. Immer war ich auf der Suche nach dem besonderen Notizbuch, die man damals als Jugendlicher nicht genug haben konnte. Tagebuch habe ich zwar nie wirklich geführt, dazu fehlte mir früher schon die Geduld.
Mein Leben war auch eher langweilig und die Tagesabläufe verliefen meist eh alle gleich. Ein normales Durchschnittsleben halt. Meine Eltern mißhandelten oder mißbrauchten mich nicht, sie sorgten für uns Kinder nach besten Wissen und Ermessen. Für mich völlig normal und selbstverständlich. Das dieses nicht immer selbstverständlich ist, erfuhr ich erst viele, viele Jahre später seitens meines Mannes und einer Freundin.
Nun wie dem auch sei, für mich war es damals normal und selbstverständlich, meine Freunde lebten ebenso wie wir. Darum hieß es täglich: Aufstehen, Frühstück, Schule, Mittagessen, Tageszeitungen austragen (Montag bis Samstag in der Zeit zwischen 13-14 Uhr, 30-45 Minuten, 118 Zeitungen, im Alter von 14-17 Jahren), Hausaufgaben, ...Lesen, Musik hören, Freunde treffen, Schwimmtraining (weiter als bis zur niedersächsischen Landesmeisterschaft, dem Rettungsschwimmer Silber und Totenkopf Gold brachte ich es hier aber letztlich auch nicht). Abwechslung vom "Normalen" bot die Klassenfahrt bzw. Tagesfahrt einmal im Jahr bzw. alle 2 Jahre. Mein absolutes Highlight damals war die Zeltfreizeit der evangelisch reformierten Kirche zu Bunde nach Ungarn, die Klassenfahrt nach Oberammergau und die Abschlußfahrt in Klasse 10 nach England! Das waren 16 Jahre meines Lebens.
Meine Ausbildungszeit war auch eher langweilig und dominiert durch Mobing meiner ältlichen Single Arbeitskolleginnen (sie sind auch heute, 19 Jahre später mit 45 und 48 Jahren immer noch Singledamen, ich dato mit 17 Jahren in einer Beziehung mit meinem jetztigen Ehemann) seit mir der Chef ein Festanstellung direkt nach der Ausbildung bereits im 1. Lehrjahr schriftlich zugesagt hatte. Schlimmer wurde es erst als ich mich verlobt hatte und am Schlimmsten als ich schwanger war. Mein Chef fühlte sich damals von mir verraten und hintergangen, legte mir darum als ich ihm die Schwangerschaft zu beichten hatte, eine Kündigung nahe. Das waren 3 Jahre Ausbildungszeit
Als verheiratete Frau mit nach und nach mehr Kindern, gab es auch nicht wirklich etwas aufregendes, die Tage waren allesamt gleich, lediglich das Wetter bot Abwechslung. Mal war der Regen warm, mal kalt, mal fiel er senkrecht und oft schlug er einem ins Gesicht, an wenigen Tagen regnete es nicht, der Himmel war überwiegend grau und stark bewölkt und manchmal war es sogar kurze Hosen und T-Shirt heiß oder es schneite, ...! Mein Mann war schwer mit seiner Deutschen Bahn AG beschäftigt und hatte im September spätestens Mitte Oktober bereits dermaßen viele Überstunden, das er, wenn es denn genug Arbeitskräfte gegeben hätte, zu Hause hätte bleiben können. Den Urlaub verbrachten wir daheim und bauten um! Einzige Highlights oder Abwechslung die Geburt meiner 7 Kinder, meine Kur im Kurheim St. Anna Bad Peterstal-Griesbach 2010 (wegen eines totalen Burn outs) und ein Urlaub in der Bretagne 2010 (5 Jahre gespart) und selbstverständlich der Umzug ins gelobte Land "Langackern-Horben). Das waren also 16 fast 17 Jahre Ehe.
Was hätte ich also in den 35 Jahren Großartiges gehabt oder erlebt, in diesem überschaubaren eher langweiligen Leben ohne großartige Höhen und Tiefen, dass ich hätte niederschreiben können, sollen oder müssen?! Streitigkeiten, das Wetter, Mobing, ...??? "Meine Eltern liebten mich als Kind, meine Oma Wilma und mein Opa Richard liebten mich als Enkel, mein Onkel Richard liebte mich als Nichte, mein Mann liebte mich als Frau und meine Kinder liebten mich als Mutter, meine besten und engsten Freunde liebten mich als Freundin" das ist alles was ich am Ende meiner Tage wissen muß. Das weiß ich und es bedarf auch keiner extra Erwähnung oder Niederschrift meinerseits.
Aber jetzt wieder zum eigentlichen: Normale Notizbücher langweilten mich, also kreierte ich sie um und machte sie zu meinem Buch. Anders als die anderen. Gestalten lag mir schon immer, vielleicht wollte ich damals mit 15-16 Jahren Schauwerbegestalter werden anstatt Bürokauffrau.
So kam es also letztlich dazu.
Bislang habe ich sie immer so weg gegeben, weil mir danach war, als kleine Aufmerksamkeit usw......aber da sie immer sehr gut ankamen und angenommen wurden, werde ich sie demnächst in einem Internetshop anbieten ...wenn ich mich denn endlich einmal für einen entschieden habe! ;-)
Ebenso meine Kirschkernkissen, Salben, Öle, Boxen (oder Holzkisten),Basare usw. sind nichts für mich, dafür fehlt mir tagsüber und am Wochenende mit 7 Kindern und einem Mann der familienfeindlich im Wechselschichtdienst (also auch am Wochenende, Sonn- und Feiertagen) arbeitet schlicht und ergreifend einfach die Zeit. Bei einem Internetshop sieht die Sache schon vollkommen anders aus, da ich dort selbst den Zeitpunkt bestimme wann, was, wie und wieviel ich anbieten möchte.
Wer sich jetzt schon interessiert, darf mich natürlich gerne anschreiben.
Hier ein paar Impressionen meiner letzten Arbeiten, einige Bilder sind leider nicht so gut geworden:
| Engelsschlaf Notizbuch/Kladde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Blumenelfe Notizbuch/Kladde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Engel Notizbuch/KLadde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Strand Notizbuch//Kladde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Bunte Liebe Notizbuch/Kladde/Tagebuch /Memobuch A5 |
| Sarah Kay Regenbogen Notizbuch/Kladde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Sarah Kay Rot Notizbuch/Kladde/Tagebuch/Memobuch A5 |
| Rosarote Liebe Ringbuch A6 |
| Poet Ringbuch A6 |
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Mittwoch, 10. April 2013
Unsere Kinder sind unzufrieden! Zu recht!
Wie ich heute hörte sind unsere Kinder unzufrieden, meiner Meinung nach, zu recht!
Trotz besserer Lebensbedingungen. Aha was heißt das im Klartext?
Sie haben mehr Zeit für sich, wäre eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider nicht. Sie haben viel zu tun, schließlich sollen sie später einmal viel verdienen um viele Rentner das Leben zu ermöglichen. Nicht vergessen 1,4 Kinder tragen in Zukunft die Rente für 2 Leute zusammen. Hm.... Für mich und meinen Mann gehen ja später einmal 7 Kinder arbeiten. Laut Statistik sind es aber nur 1,4 Kinder pro Familie. ...Sind statistische 1,4 Kinder dann 7 reale Kinder???? Oder wie muß ich das jetzt verstehen?.... Die Kinder werden zu allen möglichen Veranstaltungen und Vereinen geschleppt, wer nicht mitmacht ist eine Rabenmutter die ihr Kind nicht fördert. Böse Eltern also. Musikalische Früherziehung ist wichtig und fördert das Kind, ebenso Krabbelgruppe, Pekip, Babyschwimmen, Malschule, Ergotherapie, Logopädie, Kinderchor, Sportvereine, Englisch für Kleinkinder ab 2 Jahre, Konfliktbewältigung für Kleinkinder (damit sie sich nicht mit Gleichaltrigen in der Sandkiste streiten und sich gegenseitig eins mit der Schaufel über den Schädel ziehen), ....die Liste ist lang und wird täglich länger. Wer nicht mitmacht, gehört in die Gruppe böser Eltern die nichts für die Persönlichkeitsförderung ihres Kindes übrig haben, kurz: Asoziale. Die Kinder haben eine Terminplan eng gesteckt wie ein Manager, dieses ist allen bekannt. Zeit für freies Spiel und damit wirklich eine Möglichkeit ihre eigenen Vorlieben und Bedürfnisse, Stärken und Schwächen zu erkennen und zu fördern bleiben da leider nicht. Die Persönlichkeit, das Individuum selbst bleibt am Ende auf der Strecke, da schließlich alle anderen wissen, was das Kind will und braucht. Nur leider es selbst verlernt es immer mehr.
Also ist ihre Lebensbedingung in puncto freie Zeit oder Zeit für freies Spiel im Vergleich zu früher weniger und damit schlechter
Sie haben heute keinen Leistungsdruck, wäre auch eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider nicht. Sie sind heute einem extrem hohen Leistungsdruck ausgesetzt. Wer nicht leistet, fliegt raus und damit leider durch alle Raster. Konnte man früher noch mit einem Hauptschulabschluß allerhand erreichen, so ist dieses heute wesentlich anders. Ein Hauptschulabschluß taugt heute zu kaum etwas. Das was früher der Hauptschulabschluß ist, ist heute der Realschulabschluß. Wer ging früher mit einem Realschulabschluß auf den Bau und lernte Maurer? Kaum jemand. In dieser Gesellschaft oder auch Land muß Du entweder sehr schwach oder sehr stark sein, wenn Du einen Job willst. Für die Mitte oder den Mittelstand reicht es heute leider nicht mehr. Mit dem Sonderschulabschluß oder eine 9jährige Schullaufbahn ohne Abschluß gibt es spezielle Förderungen und der Staat belohnt die Firmen, wenn sie einen Sonderschüler oder um es politisch korrekt zu formulieren "Geringqualifizierte" übernimmt als nette Geste einen Teil ihrer Ausbildungsgehälter. Aber für die Mitte? Da ist es zappenduster in puncto Förderung auf staatlicher Seite.
Also ist ihre Lebenbedingung in puncto Leistungsdruck im Vergleich zu früher höher und damit schlechter.
Sie verfügen über mehr Taschengeld als früher, wäre ebenfalls eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider auch nicht wirklich. Die Kinderarmut ist heute höher als jemals zuvor. Dieses betrifft nicht nur oder vorwiegend die Kinder, deren Eltern Sozialleistungen empfangen, sondern eher die Kinder des sog. Mittelstandes die keinerlei Sozialleistungen empfangen, da ihr Einkommen ein klein wenig zu hoch ist. Wobei dieser Mittelstand ein sehr weiter und dehnbarer Begriff ist. Ich sollte lieber unterer Mittelstand sagen. Also jene, die gerade so über den sozialen Leistungen des Staates liegen und damit von jeglicher Förderung in welcher Form auch immer abgeschlossen sind. Sprich: Jene die immer gerade ein paar Euro über allem liegen, darum alles selbst zu zahlen gezwungen sind und am Ende deutlich weniger in den Taschen haben, als jene die etwas weniger im Monat verdienen, dafür aber alle Leistungen erhalten. Jene Kinder sind es, die wir in der Öffentlichkeit mit schiefen Zähnen und billigen Brillen (wenn überhaupt) antreffen, weil ihren Eltern die Mittel zur Zuzahlung schlicht und ergreifend fehlen, um auch weiterhin ihr Schulmaterial wie gefordert und ihre Ernährung etc. zu gewährleisten.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto eines höherem finanziellen Spielraums zu früher niedriger und damit schlechter.
Sie haben heute mehr Zeit die sie mit ihren Eltern verbringen können wäre noch eine mögliche Antwort, da wir eine 35 Stunden Woche haben. Nein, das stimmt leider auch nicht. Heute arbeiten immer mehr Eltern beide um den Lebensunterhalt zu verdienen. Auch ist es so, das erschreckend viele Arbeitnehmer zum Hauptjob noch einen Nebenjob anzunehmen gezwungen sind, um über ausreichend Mittel zu verfügen. Hier findet sich der Grund bei den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, in erster Linie Lebensmittel und Energie.
Die Kinder sind heute vermehrt und deutlich früher als sonst auf sich allein angewiesen. Die Familienpolitik dieses Landes und dieser Regierung trägt maßgeblich dazu bei, das Kinder heute sehr früh in sog. Kitas und Kindergärten und in eine Ganztagsbetreuung geschickt werden. Diese Familienpolitik sieht nämlich in keinster Weise vor, das Kinder zu Hause betreut werden. Frühförderung haben sie sich auf die Fahnen geschrieben um später leistungsstarke, leistungswillige und leistungsbereite Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu haben. Wer könnte dieses besser gewährleisten als der Staat, der später von diesen Steuerzahlern maßgeblich profitiert. Der menschliche Aspekt wird hier meiner Meinung nach weitestgehend außer acht gelassen ebenso wie die Individualität des Einzelnen. Aufgrund der nicht unerheblichen Lebenserhaltungskosten, sind viele gezwungen dieses staatliche Angebot in Anspruch zu nehmen. Dieses hat nichts mehr mit dem Anspruch den einst die sog. Feministen bzw. die Emanzipation stellte: Hier ging es um Gleichberechtigung der Menschen und um eine Wahl. War früher die Frau gezwungen daheim zu bleiben und die Kinder zu hüten, so sind heute viele gezwungen ihre Kinder abzugeben, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dieses hat weder mit Gleichberechtigung noch mit freier Wahl zu tun. Beides ist Zwang.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto Zeit mit den Eltern nicht gestiegen zu früher nicht gestiegen sondern um ein vielfaches gesunken.
Sie erhalten heute eine ausgewogene und gesunde Ernährung, wäre auch eine sehr mögliche Antwort, schliesslich leben wir in einem Land in dem Überfluß herrscht. Nein, das stimmt leider nicht. Viele Kinder essen heute ungesünder und unausgewogener als jemals zuvor. Dank der Errungenschaft der modernen Zeit, braucht heute kaum noch jemand wirklich kochen. Tüte oder Dose auf, Essen fertig. Fastfood Restaurants an jeder Ecke, das Sortiment an Snacks für zwischendurch und den kleinen Hunger ist groß und wird größer. Gesund sind sie aber alle nicht wirklich oder überhaupt nicht. Kleiner Snack für zwischendurch nannten wir früher Apfel, Birne, Banane und vielleicht wenn das Taschengeld denn reichte als absoluten Luxus eine Milchschnitte. Letztere wurde zu meiner Zeit im Kindergarten verboten, davon sterben die Zähne. Ich liebe sie immer noch und sie sind nach wie vor Luxus für mich. Die Böden ausgelaugt u.a. auch durch Monokultur und Überdüngung. Mehr Getreide auf kleineren Flächen dank Dünger und Pestizide, die garstigen Ungeziefer den Garaus machen. Heute findet sich deutlich weniger Magnesium im Gemüse als vor Jahren noch. Die Lebensmitteltabellen stimmen heute oftmals nicht mehr mit der Realität ein. Man muß heute schon etliche Mandeln mehr essen um auf den gleichen Magnesiumwert zu kommen wie früher. Gedüngt wird nicht oder selten natürlich, sondern künstlich damit wächst es eben schneller, entzieht am Ende aber dem Boden seine Mineralien. Fleisch in rauen Mengen, dank Antibiotika und Wachstumshormone werden die Tiere schneller schlachtreif ....und man spart man sich auch gleich die Medikamente. Der Bauer wünscht sich 40 Cent für seine Milch, bekommt er aber nicht, im Discount zahlt man über 60 Cent für totgekochte Milch oder weißes Wasser mit Milchgeschmack. Ich würde dem Bauern auch 50 oder 60 Cent je Liter zahlen, wenn er sie denn an mich verkaufen würde und dürfte. Wegen der Bakterien und weiß der Geier, ist es ihm aber nicht erlaubt. Dieses wahrscheinlich zurecht, ich selbst, mein Mann, meine Eltern und Großeltern nebst aller Nachbarkinder sind damals auch elendig an den Bakterien die in der frischen Rohmilch schwimmen elendig krepiert, in Wirklichkeit bin ich nämlich schon tot und bilde mir nur ein, das ich noch lebe. Viele Kinder leben heute mit Übergewicht. Wurden sie früher verlacht, so ist dieses Bild heute umgekehrt, es werden die schlanken verlacht und als magersüchtig abgestempelt, auch wenn ihr BMI sie als Idealgewichtige ausweist. Nicht zuletzt wissen heute sehr viele Menschen nicht mehr wie man kocht oder haben einfach keine Lust dazu, da es doch um ein so vieles einfacher geht.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto Ernährung nicht besser als früher geworden, sondern oftmals deutlich schlechter.
Sie haben heute keine psychischen Belastungen mehr, wäre eine weitere mögliche Antwort da wir in einem friedlichen Land ohne Krieg leben, welches zudem nicht von Hungersnöten bedroht ist und der Feind gleich vor den Grenzen lauert. Nein, das stimmt leider auch nicht. Kinder stehen heute unter einem enormen psychischen Druck. Da ist zu einem die Schule, die ihnen viel abverlangt. Einerseits rufen wir Leistung Leistung und andererseits wird ihnen aber auch gezeigt "Leistung lohnt sich nicht!" Der Fleißige wird sich selbst überlassen anstatt gefordert zu werden, der Faulpelz wird gefördert wo man nur kann. Es gibt leider nur Hilfen für Schwache, die Starken bleiben sich selbst überlassen. Dann kommen noch Termindruck um alle Vereine zu besuchen. Zeit für Freunde bleibt da nicht. Deutlich mehr Ehescheidungen und Patchworkfamilien mit denen immer mehr Kinder zurecht kommen müssen. Es wird geheiratet und geschieden was das Zeug hält. An die Kinder denken dabei die wenigsten. Die Eltern haben kaum Zeit, da sie auf Jagd nach dem Geld arbeiten und arbeiten, um das Leben zu sichern. Niemand nimmt sich also der Sorgen, Ängste und Probleme an. Hinzu kommt noch die Dauerberieselung durch das "kindgerechte" Fernsehprogramm, von Morgens in der früh bis Abens um 20:15 Uhr kann, man wenn man möchte seine Kinder bereits vor dem Fernseher Dauerparken sog. HartzIV-TV in den frühen Nachmittagsstunden mit einer tollen Thematik: Gewalt in den Familien, Eltern die sich nicht kümmern, Beziehungskisten, Gewalt, Sex,....! Auch wenn Du als Eltern nicht mitmachen willst, andere Eltern machen es und deren Kinder sehen es. Du hast die Entscheidung: "Du wirst zum Verräter an Deinen Idealen (und auch Kindern) oder Du wirst zum Verräter an Deinem Kind und hilfst den Mobern in der Schule!" Rund um die Uhr Nachrichten, die von Kriegen berichtet und zerfetzte Menschen zeigt. Die Werbung die ihnen erzählt was sie brauchen. Natürlich nicht zu vergessen: Spielkonsolen, PC und Internet. Kannst Du nicht mithalten bist Du unten durch. Terrorwarnungen wohin Du schaust. Man ruft Dir zu "Geh raus und habe Spaß, aber paß auf vor ..." Siehst Du auf dem Bahnhof einen Koffer, dann mußt Du um Hilfe schreien, es könnte eine Kofferbombe sein. (Ja oder einfach der Koffer von jemanden der sich eine Cola kauft und den schweren Koffer nicht mitschleppen konnte oder wollte!) Paß auf, Al-Qaida lauert hinter jeder Ecke. Du mußt immer vorsichtig sein, an jeder Ecke steht nicht nur ein islamischer Terrorist sondern auch ein Kinderschänder, Nazi usw. die Dir alle nur Böses wollen. In der Schule mußt Du auch aufpassen, es könnte jemand Amok laufen. In der Natur könnte ein tollwütiges Eichhörnchen auf Dich lauern,gifte Pflanzen und Beeren die Dir mir nichts Dir nichts in den Mund springen, der Fuchspulwurm wartet auch nur darauf Dir endlich die Leber zu zerfressen also darfst Du auch keine wilden Himbeeren und Brombeeren pflücken und sogleich essen. Sei auf der Hut, die Welt da draußen ist gefährlich. Vertraue niemanden, auch Deinen Lehrern und den Pastoren nicht, sie sind wahrscheinlich Pädophile. Alles ist gefährlich nur zu Hause vor Deinem PC, dem Fernseher oder der Spielkonsole bist Du in Sicherheit. Es ist so als würde man zu seinem Hund "Hol den Ball" und "Platz" sagen. Was macht der Hund? Sich verwirrt hinsetzen. Macht man es auf Dauer, hat man am Ende einen Hund, der gar nichts mehr macht oder durchdreht.
Also ihre Lebensbedingungen haben sich in puncto psychischer Druck zu früher nicht verringert sondern sind deutlich höher geworden.
Sie haben heute eine bessere medizinische Versorgung, könnte auch ein noch eine mögliche Antwort sein. JEIN sage ich an dieser Stelle. Einerseits stimmt es natürlich schon, ganz klar viele Krankheiten die früher den Kindern Schaden zufügten oder ihnen gar das Leben kostete, sind heute ausgerottet oder sind behandelbar. Aber dann gibt es noch die andere Seite. Antibiotika wird oft und meiner Meinung nach auch zu schnell gegeben. Viele besorgten Eltern, rennen beim kleinsten Anzeichen eines Schnupfens zum Arzt und gehen oft mit Antibiotika, Hustenlöser, Hustenblocker und Fiebersaft/zäpfchen nach Hause. Alle Medikamente werden natürlich genommen, der Arzt hat es gesagt. Wie viele Kinder kenne ich, die eine Erkältung allein bekämpfen durften? Außer meinen nicht wirklich viele. Nein, ich setze meine Kinder keine unnötigen Risiken aus, aber die Freiheit des selbstständigen Denkens bewahre ich mir dennoch. Es wird sofort ein Antibiotika gegeben, das Immunsystem hat gar keine Chance aktiv und wach zu werden. Es wird durch jede Krankheit die es ohne Hilfsmittel überwindet stärker. Ist ein Kind zappelig, gibt es nette Medikamente, ein Wundermittel ist das sog. Ritalin. Warum das Kind zappelig ist, wurde eine Zeit nicht gefragt. Vor Jahren nannte man das sog. ADHS einfach Phosphat-Allergie. Lange Zeit wurde das Symptom behandelt, niemand machte sich die Mühe zu fragen, ob das Kind zuviel an der Spielkonsole zockte und dadurch so aufgepusht war. Das Hirn bzw. der Körper ist aber leider noch nicht digitalisiert worden und wenn es im Spiel aufregend wird und man wegrennen muß oder oder oder, schüttet es nach wie vor wie schon in der Urzeit als wir noch vor Säbelzahntiger flohen, seine Hormone aus, damit wir schneller laufen. Dieses wird durch Bewegung abgebaut. Aber...die Kinder zocken, rennen vermeintlich weg, nur sie bewegen sich dabei nicht und rennen eben nicht wirklich, diese netten kleinen Dinger kreisen also weiterhin im Körper umher, dieses macht agressiv und nervös. Vieles wird totgespritzt, alle Bakterien werden im Rundumschlag im Körper vertilgt, praktischerweise auch gleich die guten und nützlichen und sorgt für allerhand Pilze. Diese können wir ihnen dann später teuer mit probiotischen Drinks zuführen. Hört ein Kind schlecht, werden sofort sog. Röhrchen eingesetzt. Das es andere Methoden gibt, wird außer acht gelassen, dieses geht schneller. Bei der Gelegenheit nehmen wir auch gleich noch die Mandeln raus, bevor sie sich noch eines Tages entzünden. Die Polypen egal ob groß oder klein, gleich mit. Sicher ist sicher. Unsere Häuser können wir mittlerweile selbst günstig desinfizieren, schnell und unkompliziert, mit einem Wisch sind alle Bakterien weg. Das Immunsystem selbst wird schwächer und schwächer, hat keine "natürlichen" Feinde mehr an denen es üben kann und sucht sich selbst welche, es will schließlich beschäftigt sein. Also her mit der Allergie, welche auch immer. Antiallergika, Fiebermittel werden für Kinder ab 12 ebensowenig wie Hustensaft bezahlt. Brillen für Kinder werden ebenfalls nicht mehr bezahlt. Zahnspangen zahlt man erst einmal selbst, bei Erfolg wird es erstattet. Wer das Geld für diese Dinge nicht hat, hat eben Pech gehabt. Wir nehmen es lieber in Kauf das die Kinder verkrüppelt werden und wir einen Steuerzahler weniger haben. Mit schiefen Zähnen mag man leben können, aber schlechte Augen werden mit der Zeit nicht besser sondern schlechter und eine Erblindung droht am Ende. Bei Zahn-OPs wird die Narkose nicht mehr bezahlt, man hat festgestellt das Kinder den Schmerz nicht spüren. Sie schreien aber trotzdem, wahrscheinlich um uns ein schlechtes Gewissen zu machen. Seelisch ist es bestimmt toll, wenn notwendig die Zähne alle gezogen werden und sie bekommen es live und Farbe inkl. Geruch und Geräusche mit. Angstpatienten werden sie dadurch bestimmt nie. Wir müssen schließlich sparen, fangen wir am besten bei den Kindern an, sie haben keine Lobby, scheint ein Leitmotto der Gesellschaft und ihrer Politiker geworden zu sein. "Wir spritzen und werfen alles tot , dafür zahlen wir viel Geld, aber für die wirklich wichtigen Dinge haben wir nichts übrig. "
Also ihre Lebensbedingungen haben sich in puncto Gesundheit im Vergleich zu früher nicht verbessert sondern verschlechtert.
Es gibt noch viele Beispiele die ich aufzählen könnte, aber nein, auch sie gehören allesamt nicht zu den Dingen die man unter bessere Lebensbedingungen zählt.
Man nannte "Weniger Teenieschwangerschaften" "Weniger Alkoholkonsum" "Weniger rauchende Jugendliche" ....aha.... das ist also die Steigerung von Lebensbedingungen?
Im Klartext heißt es: Da die Pille heute immer früher verschrieben wird und immer mehr Mädels sich diese reinpfeifen können, gibt es weniger Schwangerschaften. Wir haben den Kindern verboten mit 16 Bier zu trinken und zu rauchen und dieses Alter auf 18 Jahre hochgesetzt und darum sind ihre Lebensbedingungen gestiegen. WIr vergessen bei unseren Berechnungen, das wir sie einen immer höherem Druck aussetzen, sei es in puncto Leistung, Psycho, ihnen Zeit streichen, ihnen ihre Eltern, Zuhörer und Vertraute nehmen, immer schlechtere Lebensmittel anbieten, sie bereits als Kleinkinder zudröhnen, ....
Wir verbieten ihnen Kind zu sein, die auf den Straßen zu sehen sind und mit dem Ball kicken, weil es die älteren oder stark ruhebedürftigen Mitbürger stören könnte, darum haben wir allerhand Bildungsangebote und Freizeitaktivitäten geschaffen, die wir als Persönlichkeitsfördernd verkaufen, damit die Gesellschaft Ruhe von spielenden und damit lärmenden Kindern hat. Darum erzählen wir euch auch, das jeder fahrlässig handelt der seine Kinder Freiräume gibt in denen sie frei spielen können, anstatt Lernprogramme am PC, Bildungsfernsehen zu schauen und damit Asoziale sind.
Den Kindern müsste es verdammt gut gehen, sie sind einfach nur undankbar.
Ich kenne die Niederlande nur zu gut, wohnte ich doch 34 Jahre 5,5km von der Grenze entfernt, ich habe mich dort nur zu gerne aufgehalten und eingekauft. Dort sind die Menschen irgendwie freier und lebenslustiger. Aber die Lebensmittel sind dort auch günstiger. Nebenbei die gleichen die in Deutschland stehen, sogar mit deutscher Aufschrift z.B. Bohnen in Dosen macht 10 Ct je Dose aus - beim ALdi und Lidl, die auch dort vertreten sind.
Ich verstehe schon recht gut, warum die Niederlanden zufriedenere Kinder hat als Deutschland. Wer jemals an einer Braderie teilgenommen (Verkaufsoffene Nacht) hat wird es verstehen. Es geht nicht primär ums einkaufen sondern als allererstes um den Spaß, es wird dann auf den Straßen (Fußgängerzone) getanzt, gelacht, gegessen und gespaßt.
Das Problem in unserem Land ist, das wir unseren Kindern immer weniger Freiräume, aber in immer mehr Technik zwängen. Ganz ehrlich: Wir pressen sie, wie auch früher schon, durch Schablonen in die sie nicht passen und auch niemals reinpassten.
Es liegt an uns, als Gesellschaft, zu entscheiden was wir wollen. Glückliche und zufriedene Kinder, die zu starken Erwachsenen werden oder eine Leistungsgesellschaft wo der Einzelne nicht zählt und einer düsteren Zukunft. Es liegt in der Hand des Einzelnen diese Dinge zu verändern.
Ein erster Schritt wäre es vielleicht, einem Kind das noch spielt, laut ist und auf Bäume klettert zu loben anstatt zu maßregeln. Täglich jedem Kind das einem über den Weg läuft ein Lächeln und ein Zwinkern zu schenken, statt achtlos an diesem vorbei zu hasten. Selbst wenn es ein freches und völlig unverschämtes Kind ist. Ein Kind dem niemals Achtung und Respekt gezeigt wurde, kann auch niemals Achtung und Respekt für einen anderen (Erwachsenen) empfinden oder haben. Diese Kinder werden später womöglich genau SO reagieren und sagen "Was gehen mich die ALten an, die haben sich doch auch nie für mich interessiert!"
Das sollten wir uns immer vor Augen halten. Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Kinder und Familien vergessen, im Stich und allein sich selbst überlassen. Wir reagieren immer erst, wenn es schon zu spät war. Selten zuvor war der Druck der auf Familien lastet so hoch, wie er es heute ist. Allein schon, weil sich die Gesellschaft und ihre Strukturen so gewandelt haben. Lebten früher noch Oma, Tante und und und mit im Haus oder nebendran und halfen bei der Kindererziehung, so ist dieses heute nur selten bis gar nicht mehr vorhanden. Entweder wohnt die Oma weit weg oder aber sie steht selbst noch voll im Berufsleben. Viele Dinge haben sich zum Besseren gewendet, auf der materiellen Ebene jedenfalls, aber viele sehr viele haben sich zu einem vielfach Schlechterem gewendet.
Wir sollten eines niemals vergessen:
Das wertvollste was unser Land zu bieten hat, sind nicht unsere Goldreserven, sondern jedes einzelne Kind das hier lebt, ganz besonders die glücklich hier leben.
Den Reichtum eines Landes kann man nicht an seinen materiellen Gütern und Errungenschaften messen, sondern nur an der Anzahl der glücklichen Kinder die in ihm leben!
Trotz besserer Lebensbedingungen. Aha was heißt das im Klartext?
Sie haben mehr Zeit für sich, wäre eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider nicht. Sie haben viel zu tun, schließlich sollen sie später einmal viel verdienen um viele Rentner das Leben zu ermöglichen. Nicht vergessen 1,4 Kinder tragen in Zukunft die Rente für 2 Leute zusammen. Hm.... Für mich und meinen Mann gehen ja später einmal 7 Kinder arbeiten. Laut Statistik sind es aber nur 1,4 Kinder pro Familie. ...Sind statistische 1,4 Kinder dann 7 reale Kinder???? Oder wie muß ich das jetzt verstehen?.... Die Kinder werden zu allen möglichen Veranstaltungen und Vereinen geschleppt, wer nicht mitmacht ist eine Rabenmutter die ihr Kind nicht fördert. Böse Eltern also. Musikalische Früherziehung ist wichtig und fördert das Kind, ebenso Krabbelgruppe, Pekip, Babyschwimmen, Malschule, Ergotherapie, Logopädie, Kinderchor, Sportvereine, Englisch für Kleinkinder ab 2 Jahre, Konfliktbewältigung für Kleinkinder (damit sie sich nicht mit Gleichaltrigen in der Sandkiste streiten und sich gegenseitig eins mit der Schaufel über den Schädel ziehen), ....die Liste ist lang und wird täglich länger. Wer nicht mitmacht, gehört in die Gruppe böser Eltern die nichts für die Persönlichkeitsförderung ihres Kindes übrig haben, kurz: Asoziale. Die Kinder haben eine Terminplan eng gesteckt wie ein Manager, dieses ist allen bekannt. Zeit für freies Spiel und damit wirklich eine Möglichkeit ihre eigenen Vorlieben und Bedürfnisse, Stärken und Schwächen zu erkennen und zu fördern bleiben da leider nicht. Die Persönlichkeit, das Individuum selbst bleibt am Ende auf der Strecke, da schließlich alle anderen wissen, was das Kind will und braucht. Nur leider es selbst verlernt es immer mehr.
Also ist ihre Lebensbedingung in puncto freie Zeit oder Zeit für freies Spiel im Vergleich zu früher weniger und damit schlechter
Sie haben heute keinen Leistungsdruck, wäre auch eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider nicht. Sie sind heute einem extrem hohen Leistungsdruck ausgesetzt. Wer nicht leistet, fliegt raus und damit leider durch alle Raster. Konnte man früher noch mit einem Hauptschulabschluß allerhand erreichen, so ist dieses heute wesentlich anders. Ein Hauptschulabschluß taugt heute zu kaum etwas. Das was früher der Hauptschulabschluß ist, ist heute der Realschulabschluß. Wer ging früher mit einem Realschulabschluß auf den Bau und lernte Maurer? Kaum jemand. In dieser Gesellschaft oder auch Land muß Du entweder sehr schwach oder sehr stark sein, wenn Du einen Job willst. Für die Mitte oder den Mittelstand reicht es heute leider nicht mehr. Mit dem Sonderschulabschluß oder eine 9jährige Schullaufbahn ohne Abschluß gibt es spezielle Förderungen und der Staat belohnt die Firmen, wenn sie einen Sonderschüler oder um es politisch korrekt zu formulieren "Geringqualifizierte" übernimmt als nette Geste einen Teil ihrer Ausbildungsgehälter. Aber für die Mitte? Da ist es zappenduster in puncto Förderung auf staatlicher Seite.
Also ist ihre Lebenbedingung in puncto Leistungsdruck im Vergleich zu früher höher und damit schlechter.
Sie verfügen über mehr Taschengeld als früher, wäre ebenfalls eine mögliche Antwort. Nein, das stimmt leider auch nicht wirklich. Die Kinderarmut ist heute höher als jemals zuvor. Dieses betrifft nicht nur oder vorwiegend die Kinder, deren Eltern Sozialleistungen empfangen, sondern eher die Kinder des sog. Mittelstandes die keinerlei Sozialleistungen empfangen, da ihr Einkommen ein klein wenig zu hoch ist. Wobei dieser Mittelstand ein sehr weiter und dehnbarer Begriff ist. Ich sollte lieber unterer Mittelstand sagen. Also jene, die gerade so über den sozialen Leistungen des Staates liegen und damit von jeglicher Förderung in welcher Form auch immer abgeschlossen sind. Sprich: Jene die immer gerade ein paar Euro über allem liegen, darum alles selbst zu zahlen gezwungen sind und am Ende deutlich weniger in den Taschen haben, als jene die etwas weniger im Monat verdienen, dafür aber alle Leistungen erhalten. Jene Kinder sind es, die wir in der Öffentlichkeit mit schiefen Zähnen und billigen Brillen (wenn überhaupt) antreffen, weil ihren Eltern die Mittel zur Zuzahlung schlicht und ergreifend fehlen, um auch weiterhin ihr Schulmaterial wie gefordert und ihre Ernährung etc. zu gewährleisten.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto eines höherem finanziellen Spielraums zu früher niedriger und damit schlechter.
Sie haben heute mehr Zeit die sie mit ihren Eltern verbringen können wäre noch eine mögliche Antwort, da wir eine 35 Stunden Woche haben. Nein, das stimmt leider auch nicht. Heute arbeiten immer mehr Eltern beide um den Lebensunterhalt zu verdienen. Auch ist es so, das erschreckend viele Arbeitnehmer zum Hauptjob noch einen Nebenjob anzunehmen gezwungen sind, um über ausreichend Mittel zu verfügen. Hier findet sich der Grund bei den in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, in erster Linie Lebensmittel und Energie.
Die Kinder sind heute vermehrt und deutlich früher als sonst auf sich allein angewiesen. Die Familienpolitik dieses Landes und dieser Regierung trägt maßgeblich dazu bei, das Kinder heute sehr früh in sog. Kitas und Kindergärten und in eine Ganztagsbetreuung geschickt werden. Diese Familienpolitik sieht nämlich in keinster Weise vor, das Kinder zu Hause betreut werden. Frühförderung haben sie sich auf die Fahnen geschrieben um später leistungsstarke, leistungswillige und leistungsbereite Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu haben. Wer könnte dieses besser gewährleisten als der Staat, der später von diesen Steuerzahlern maßgeblich profitiert. Der menschliche Aspekt wird hier meiner Meinung nach weitestgehend außer acht gelassen ebenso wie die Individualität des Einzelnen. Aufgrund der nicht unerheblichen Lebenserhaltungskosten, sind viele gezwungen dieses staatliche Angebot in Anspruch zu nehmen. Dieses hat nichts mehr mit dem Anspruch den einst die sog. Feministen bzw. die Emanzipation stellte: Hier ging es um Gleichberechtigung der Menschen und um eine Wahl. War früher die Frau gezwungen daheim zu bleiben und die Kinder zu hüten, so sind heute viele gezwungen ihre Kinder abzugeben, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dieses hat weder mit Gleichberechtigung noch mit freier Wahl zu tun. Beides ist Zwang.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto Zeit mit den Eltern nicht gestiegen zu früher nicht gestiegen sondern um ein vielfaches gesunken.
Sie erhalten heute eine ausgewogene und gesunde Ernährung, wäre auch eine sehr mögliche Antwort, schliesslich leben wir in einem Land in dem Überfluß herrscht. Nein, das stimmt leider nicht. Viele Kinder essen heute ungesünder und unausgewogener als jemals zuvor. Dank der Errungenschaft der modernen Zeit, braucht heute kaum noch jemand wirklich kochen. Tüte oder Dose auf, Essen fertig. Fastfood Restaurants an jeder Ecke, das Sortiment an Snacks für zwischendurch und den kleinen Hunger ist groß und wird größer. Gesund sind sie aber alle nicht wirklich oder überhaupt nicht. Kleiner Snack für zwischendurch nannten wir früher Apfel, Birne, Banane und vielleicht wenn das Taschengeld denn reichte als absoluten Luxus eine Milchschnitte. Letztere wurde zu meiner Zeit im Kindergarten verboten, davon sterben die Zähne. Ich liebe sie immer noch und sie sind nach wie vor Luxus für mich. Die Böden ausgelaugt u.a. auch durch Monokultur und Überdüngung. Mehr Getreide auf kleineren Flächen dank Dünger und Pestizide, die garstigen Ungeziefer den Garaus machen. Heute findet sich deutlich weniger Magnesium im Gemüse als vor Jahren noch. Die Lebensmitteltabellen stimmen heute oftmals nicht mehr mit der Realität ein. Man muß heute schon etliche Mandeln mehr essen um auf den gleichen Magnesiumwert zu kommen wie früher. Gedüngt wird nicht oder selten natürlich, sondern künstlich damit wächst es eben schneller, entzieht am Ende aber dem Boden seine Mineralien. Fleisch in rauen Mengen, dank Antibiotika und Wachstumshormone werden die Tiere schneller schlachtreif ....und man spart man sich auch gleich die Medikamente. Der Bauer wünscht sich 40 Cent für seine Milch, bekommt er aber nicht, im Discount zahlt man über 60 Cent für totgekochte Milch oder weißes Wasser mit Milchgeschmack. Ich würde dem Bauern auch 50 oder 60 Cent je Liter zahlen, wenn er sie denn an mich verkaufen würde und dürfte. Wegen der Bakterien und weiß der Geier, ist es ihm aber nicht erlaubt. Dieses wahrscheinlich zurecht, ich selbst, mein Mann, meine Eltern und Großeltern nebst aller Nachbarkinder sind damals auch elendig an den Bakterien die in der frischen Rohmilch schwimmen elendig krepiert, in Wirklichkeit bin ich nämlich schon tot und bilde mir nur ein, das ich noch lebe. Viele Kinder leben heute mit Übergewicht. Wurden sie früher verlacht, so ist dieses Bild heute umgekehrt, es werden die schlanken verlacht und als magersüchtig abgestempelt, auch wenn ihr BMI sie als Idealgewichtige ausweist. Nicht zuletzt wissen heute sehr viele Menschen nicht mehr wie man kocht oder haben einfach keine Lust dazu, da es doch um ein so vieles einfacher geht.
Also sind ihre Lebensbedingungen in puncto Ernährung nicht besser als früher geworden, sondern oftmals deutlich schlechter.
Sie haben heute keine psychischen Belastungen mehr, wäre eine weitere mögliche Antwort da wir in einem friedlichen Land ohne Krieg leben, welches zudem nicht von Hungersnöten bedroht ist und der Feind gleich vor den Grenzen lauert. Nein, das stimmt leider auch nicht. Kinder stehen heute unter einem enormen psychischen Druck. Da ist zu einem die Schule, die ihnen viel abverlangt. Einerseits rufen wir Leistung Leistung und andererseits wird ihnen aber auch gezeigt "Leistung lohnt sich nicht!" Der Fleißige wird sich selbst überlassen anstatt gefordert zu werden, der Faulpelz wird gefördert wo man nur kann. Es gibt leider nur Hilfen für Schwache, die Starken bleiben sich selbst überlassen. Dann kommen noch Termindruck um alle Vereine zu besuchen. Zeit für Freunde bleibt da nicht. Deutlich mehr Ehescheidungen und Patchworkfamilien mit denen immer mehr Kinder zurecht kommen müssen. Es wird geheiratet und geschieden was das Zeug hält. An die Kinder denken dabei die wenigsten. Die Eltern haben kaum Zeit, da sie auf Jagd nach dem Geld arbeiten und arbeiten, um das Leben zu sichern. Niemand nimmt sich also der Sorgen, Ängste und Probleme an. Hinzu kommt noch die Dauerberieselung durch das "kindgerechte" Fernsehprogramm, von Morgens in der früh bis Abens um 20:15 Uhr kann, man wenn man möchte seine Kinder bereits vor dem Fernseher Dauerparken sog. HartzIV-TV in den frühen Nachmittagsstunden mit einer tollen Thematik: Gewalt in den Familien, Eltern die sich nicht kümmern, Beziehungskisten, Gewalt, Sex,....! Auch wenn Du als Eltern nicht mitmachen willst, andere Eltern machen es und deren Kinder sehen es. Du hast die Entscheidung: "Du wirst zum Verräter an Deinen Idealen (und auch Kindern) oder Du wirst zum Verräter an Deinem Kind und hilfst den Mobern in der Schule!" Rund um die Uhr Nachrichten, die von Kriegen berichtet und zerfetzte Menschen zeigt. Die Werbung die ihnen erzählt was sie brauchen. Natürlich nicht zu vergessen: Spielkonsolen, PC und Internet. Kannst Du nicht mithalten bist Du unten durch. Terrorwarnungen wohin Du schaust. Man ruft Dir zu "Geh raus und habe Spaß, aber paß auf vor ..." Siehst Du auf dem Bahnhof einen Koffer, dann mußt Du um Hilfe schreien, es könnte eine Kofferbombe sein. (Ja oder einfach der Koffer von jemanden der sich eine Cola kauft und den schweren Koffer nicht mitschleppen konnte oder wollte!) Paß auf, Al-Qaida lauert hinter jeder Ecke. Du mußt immer vorsichtig sein, an jeder Ecke steht nicht nur ein islamischer Terrorist sondern auch ein Kinderschänder, Nazi usw. die Dir alle nur Böses wollen. In der Schule mußt Du auch aufpassen, es könnte jemand Amok laufen. In der Natur könnte ein tollwütiges Eichhörnchen auf Dich lauern,gifte Pflanzen und Beeren die Dir mir nichts Dir nichts in den Mund springen, der Fuchspulwurm wartet auch nur darauf Dir endlich die Leber zu zerfressen also darfst Du auch keine wilden Himbeeren und Brombeeren pflücken und sogleich essen. Sei auf der Hut, die Welt da draußen ist gefährlich. Vertraue niemanden, auch Deinen Lehrern und den Pastoren nicht, sie sind wahrscheinlich Pädophile. Alles ist gefährlich nur zu Hause vor Deinem PC, dem Fernseher oder der Spielkonsole bist Du in Sicherheit. Es ist so als würde man zu seinem Hund "Hol den Ball" und "Platz" sagen. Was macht der Hund? Sich verwirrt hinsetzen. Macht man es auf Dauer, hat man am Ende einen Hund, der gar nichts mehr macht oder durchdreht.
Also ihre Lebensbedingungen haben sich in puncto psychischer Druck zu früher nicht verringert sondern sind deutlich höher geworden.
Sie haben heute eine bessere medizinische Versorgung, könnte auch ein noch eine mögliche Antwort sein. JEIN sage ich an dieser Stelle. Einerseits stimmt es natürlich schon, ganz klar viele Krankheiten die früher den Kindern Schaden zufügten oder ihnen gar das Leben kostete, sind heute ausgerottet oder sind behandelbar. Aber dann gibt es noch die andere Seite. Antibiotika wird oft und meiner Meinung nach auch zu schnell gegeben. Viele besorgten Eltern, rennen beim kleinsten Anzeichen eines Schnupfens zum Arzt und gehen oft mit Antibiotika, Hustenlöser, Hustenblocker und Fiebersaft/zäpfchen nach Hause. Alle Medikamente werden natürlich genommen, der Arzt hat es gesagt. Wie viele Kinder kenne ich, die eine Erkältung allein bekämpfen durften? Außer meinen nicht wirklich viele. Nein, ich setze meine Kinder keine unnötigen Risiken aus, aber die Freiheit des selbstständigen Denkens bewahre ich mir dennoch. Es wird sofort ein Antibiotika gegeben, das Immunsystem hat gar keine Chance aktiv und wach zu werden. Es wird durch jede Krankheit die es ohne Hilfsmittel überwindet stärker. Ist ein Kind zappelig, gibt es nette Medikamente, ein Wundermittel ist das sog. Ritalin. Warum das Kind zappelig ist, wurde eine Zeit nicht gefragt. Vor Jahren nannte man das sog. ADHS einfach Phosphat-Allergie. Lange Zeit wurde das Symptom behandelt, niemand machte sich die Mühe zu fragen, ob das Kind zuviel an der Spielkonsole zockte und dadurch so aufgepusht war. Das Hirn bzw. der Körper ist aber leider noch nicht digitalisiert worden und wenn es im Spiel aufregend wird und man wegrennen muß oder oder oder, schüttet es nach wie vor wie schon in der Urzeit als wir noch vor Säbelzahntiger flohen, seine Hormone aus, damit wir schneller laufen. Dieses wird durch Bewegung abgebaut. Aber...die Kinder zocken, rennen vermeintlich weg, nur sie bewegen sich dabei nicht und rennen eben nicht wirklich, diese netten kleinen Dinger kreisen also weiterhin im Körper umher, dieses macht agressiv und nervös. Vieles wird totgespritzt, alle Bakterien werden im Rundumschlag im Körper vertilgt, praktischerweise auch gleich die guten und nützlichen und sorgt für allerhand Pilze. Diese können wir ihnen dann später teuer mit probiotischen Drinks zuführen. Hört ein Kind schlecht, werden sofort sog. Röhrchen eingesetzt. Das es andere Methoden gibt, wird außer acht gelassen, dieses geht schneller. Bei der Gelegenheit nehmen wir auch gleich noch die Mandeln raus, bevor sie sich noch eines Tages entzünden. Die Polypen egal ob groß oder klein, gleich mit. Sicher ist sicher. Unsere Häuser können wir mittlerweile selbst günstig desinfizieren, schnell und unkompliziert, mit einem Wisch sind alle Bakterien weg. Das Immunsystem selbst wird schwächer und schwächer, hat keine "natürlichen" Feinde mehr an denen es üben kann und sucht sich selbst welche, es will schließlich beschäftigt sein. Also her mit der Allergie, welche auch immer. Antiallergika, Fiebermittel werden für Kinder ab 12 ebensowenig wie Hustensaft bezahlt. Brillen für Kinder werden ebenfalls nicht mehr bezahlt. Zahnspangen zahlt man erst einmal selbst, bei Erfolg wird es erstattet. Wer das Geld für diese Dinge nicht hat, hat eben Pech gehabt. Wir nehmen es lieber in Kauf das die Kinder verkrüppelt werden und wir einen Steuerzahler weniger haben. Mit schiefen Zähnen mag man leben können, aber schlechte Augen werden mit der Zeit nicht besser sondern schlechter und eine Erblindung droht am Ende. Bei Zahn-OPs wird die Narkose nicht mehr bezahlt, man hat festgestellt das Kinder den Schmerz nicht spüren. Sie schreien aber trotzdem, wahrscheinlich um uns ein schlechtes Gewissen zu machen. Seelisch ist es bestimmt toll, wenn notwendig die Zähne alle gezogen werden und sie bekommen es live und Farbe inkl. Geruch und Geräusche mit. Angstpatienten werden sie dadurch bestimmt nie. Wir müssen schließlich sparen, fangen wir am besten bei den Kindern an, sie haben keine Lobby, scheint ein Leitmotto der Gesellschaft und ihrer Politiker geworden zu sein. "Wir spritzen und werfen alles tot , dafür zahlen wir viel Geld, aber für die wirklich wichtigen Dinge haben wir nichts übrig. "
Also ihre Lebensbedingungen haben sich in puncto Gesundheit im Vergleich zu früher nicht verbessert sondern verschlechtert.
Es gibt noch viele Beispiele die ich aufzählen könnte, aber nein, auch sie gehören allesamt nicht zu den Dingen die man unter bessere Lebensbedingungen zählt.
Man nannte "Weniger Teenieschwangerschaften" "Weniger Alkoholkonsum" "Weniger rauchende Jugendliche" ....aha.... das ist also die Steigerung von Lebensbedingungen?
Im Klartext heißt es: Da die Pille heute immer früher verschrieben wird und immer mehr Mädels sich diese reinpfeifen können, gibt es weniger Schwangerschaften. Wir haben den Kindern verboten mit 16 Bier zu trinken und zu rauchen und dieses Alter auf 18 Jahre hochgesetzt und darum sind ihre Lebensbedingungen gestiegen. WIr vergessen bei unseren Berechnungen, das wir sie einen immer höherem Druck aussetzen, sei es in puncto Leistung, Psycho, ihnen Zeit streichen, ihnen ihre Eltern, Zuhörer und Vertraute nehmen, immer schlechtere Lebensmittel anbieten, sie bereits als Kleinkinder zudröhnen, ....
Wir verbieten ihnen Kind zu sein, die auf den Straßen zu sehen sind und mit dem Ball kicken, weil es die älteren oder stark ruhebedürftigen Mitbürger stören könnte, darum haben wir allerhand Bildungsangebote und Freizeitaktivitäten geschaffen, die wir als Persönlichkeitsfördernd verkaufen, damit die Gesellschaft Ruhe von spielenden und damit lärmenden Kindern hat. Darum erzählen wir euch auch, das jeder fahrlässig handelt der seine Kinder Freiräume gibt in denen sie frei spielen können, anstatt Lernprogramme am PC, Bildungsfernsehen zu schauen und damit Asoziale sind.
Den Kindern müsste es verdammt gut gehen, sie sind einfach nur undankbar.
Ich kenne die Niederlande nur zu gut, wohnte ich doch 34 Jahre 5,5km von der Grenze entfernt, ich habe mich dort nur zu gerne aufgehalten und eingekauft. Dort sind die Menschen irgendwie freier und lebenslustiger. Aber die Lebensmittel sind dort auch günstiger. Nebenbei die gleichen die in Deutschland stehen, sogar mit deutscher Aufschrift z.B. Bohnen in Dosen macht 10 Ct je Dose aus - beim ALdi und Lidl, die auch dort vertreten sind.
Ich verstehe schon recht gut, warum die Niederlanden zufriedenere Kinder hat als Deutschland. Wer jemals an einer Braderie teilgenommen (Verkaufsoffene Nacht) hat wird es verstehen. Es geht nicht primär ums einkaufen sondern als allererstes um den Spaß, es wird dann auf den Straßen (Fußgängerzone) getanzt, gelacht, gegessen und gespaßt.
Das Problem in unserem Land ist, das wir unseren Kindern immer weniger Freiräume, aber in immer mehr Technik zwängen. Ganz ehrlich: Wir pressen sie, wie auch früher schon, durch Schablonen in die sie nicht passen und auch niemals reinpassten.
Es liegt an uns, als Gesellschaft, zu entscheiden was wir wollen. Glückliche und zufriedene Kinder, die zu starken Erwachsenen werden oder eine Leistungsgesellschaft wo der Einzelne nicht zählt und einer düsteren Zukunft. Es liegt in der Hand des Einzelnen diese Dinge zu verändern.
Ein erster Schritt wäre es vielleicht, einem Kind das noch spielt, laut ist und auf Bäume klettert zu loben anstatt zu maßregeln. Täglich jedem Kind das einem über den Weg läuft ein Lächeln und ein Zwinkern zu schenken, statt achtlos an diesem vorbei zu hasten. Selbst wenn es ein freches und völlig unverschämtes Kind ist. Ein Kind dem niemals Achtung und Respekt gezeigt wurde, kann auch niemals Achtung und Respekt für einen anderen (Erwachsenen) empfinden oder haben. Diese Kinder werden später womöglich genau SO reagieren und sagen "Was gehen mich die ALten an, die haben sich doch auch nie für mich interessiert!"
Das sollten wir uns immer vor Augen halten. Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Kinder und Familien vergessen, im Stich und allein sich selbst überlassen. Wir reagieren immer erst, wenn es schon zu spät war. Selten zuvor war der Druck der auf Familien lastet so hoch, wie er es heute ist. Allein schon, weil sich die Gesellschaft und ihre Strukturen so gewandelt haben. Lebten früher noch Oma, Tante und und und mit im Haus oder nebendran und halfen bei der Kindererziehung, so ist dieses heute nur selten bis gar nicht mehr vorhanden. Entweder wohnt die Oma weit weg oder aber sie steht selbst noch voll im Berufsleben. Viele Dinge haben sich zum Besseren gewendet, auf der materiellen Ebene jedenfalls, aber viele sehr viele haben sich zu einem vielfach Schlechterem gewendet.
Wir sollten eines niemals vergessen:
Das wertvollste was unser Land zu bieten hat, sind nicht unsere Goldreserven, sondern jedes einzelne Kind das hier lebt, ganz besonders die glücklich hier leben.
Den Reichtum eines Landes kann man nicht an seinen materiellen Gütern und Errungenschaften messen, sondern nur an der Anzahl der glücklichen Kinder die in ihm leben!
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