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Donnerstag, 11. Juli 2013

Zur Einstimmung auf die bevorstehenden Ferien.........

...gibt es heute ein paar Impressionen aus unserem Urlaub in der Bretagne 2010 wo es noch große Ferienhäuser zum kleinen Preis gibt und darum auch (oder besonders) für große Familien bezahlbar sind. Mir ist gerade beim Aufräumen und sortieren, unsere Mappe mit allen Unterlagen aus dem Urlaub 2010 in die Hände gefallen. Damit verbunden auch der im Vorfeld gesammelten Unterlagen der Alternative zum Bretagne Urlaub. Es war ein netter Vergleich. 

Unser Ferienhaus (bis 10 Personen) mit Vollausstattung, riesiger Liegewiese mit Obstbäumen und -sträucher, lag 1200m vom Strand (feinster gelber Sand) direkt an der Smaragdküste und am Cap Amor. Wir haben für 14 Tage 1200,- Euro inkl. Wasser und Endreinigung zzgl. 70 Euro Strom gezahlt, also 1270,- Euro. Insgesamt haben wir mit Spritkosten (274,45 Euro inkl. Maut) 1544,45 Euro für Ferienhaus und Anreise für diese wunderschönen 14 Tage gezahlt. Das Wasser war glasklar, so dass man auf den Boden sehen konnte und die ganze Zeit wohltemperiert. Die Lebensmittel trotz Urlaubsort, günstiger als in Deutschland. 

Auf Borkum kostete zur selben Zeit ein Ferienhaus bis 8 Personen ohne Garten oder Liegewiese, in niedriger Ausstattung damals 153,- Euro pro Tag zzgl. Strom und Wasser nach Verbrauch und Endreinigung 150,- Euro. Um über genügend Schlaf- und Sitzplätze für uns verfügen zu können bestand hier die Möglichkeit ein Babybett und ein Kinderhochstuhl zu 6 Euro je Tag mitzubuchen. Es wären also zum Ferienhaus nochmals 84 Euro hinzugekommen, damit 9 Personen schlafen 
Nur das Ferienhaus allein (mit ausreichend Schlaf- und Sitzplätze) hätte uns dann 2226,- Euro mit  Endreinigung 2376,- Euro für das Ferienhaus allein. Hinzukommen dann noch Anreisekosten (oben als Spritkosten zugerechnet). Für ein Haus das 5km vom Badestrand entfernt lag, die Nordsee war in dieser Zeit 5 Grad kälter und damit weder wohltemperiert sondern Brrrrrrrrrr....kalt und vor allen Dingen ist sie auch auf Borkum nicht glasklar. 
Die Preise der Fähre ab Emden liegen bei ca. 18,80 Euro pro Person ab 12 Jahre und bei 9,40 Euro pro Person von 4-11 Jahre für die Hinfahrt und das gleiche noch einmal für die Rückfahrt. Für unser PKW wären dann noch 78,80 Euro hin und das gleiche zurück angefallen. Die Fahrtkosten für die Fähre hätten dann bei 344,- Euro (172,- Euro hin und 172,- Euro zurück) gelegen, zzgl. 45 km zum Fähranleger und das Gleiche zurück, also 90km und damit ca. 7,5l Diesel x 1,35 Euro = 10,13. Fahrtkosten insgesamt dann 354,13 Euro.
Der Urlaub hätte uns dann letztlich 2680,13 Euro zzgl. Strom und Wasserverbrauch gekostet. Bei dem gleichen Verbrauch wie in der Bretagne wären dieses nochmals ca. 220 Euro gewesen. Die Gesamtsumme hätte damit dann am Ende 2900,- Euro für 14 Tage Borkum ergeben.
Für uns als 9köpfige Familie ist ein Urlaub damals wie auch heute auf Borkum in dem damals einzigem Ferienhaus in dieser Größe (alle anderen waren kleiner) viel zu teuer gewesen.  
Außerdem gehört Borkum noch zum Landkreis Leer, unsere Anreise wären damals 45 km bis zum Fähranleger gewesen. Quasi Urlaub gleich ums Eck mit weniger Möglichkeiten und geringerer Ausstattung für 1355,55 Euro mehr wäre es gewesen.
Also ganz ehrlich: Da mache ich doch lieber ganz dekadent einen Urlaub in der von uns damals sehr weit entfernten Bretagne als spartanisch auf dem damals nahen Borkum. 1355,55,- Euro sind letztlich sehr, sehr, seeeeeeeeeeehr viele Eiskugeln am Strand. Um genau zu sein wären es im Jahre 2010 am Strand von Sables D'Or les Pins bei unserem damaligen Urlaubs-Stamm-Eis-Dealer genau 1506,1666666 und damit 1506 große Kugeln Eis gewesen. Viel zu viel in 14 Tagen selbst für eine Mehrkindfamilie mit 7 Kindern im Alter von 1-13 Jahren, wie wir es damals waren. Das sind 107,57 Kugeln je Tag und pro Person knapp 12 sehr große Kugeln Eis. ...und wenn ich sehr große Kugeln schreibe, dann meine ich auch sehr große. In dieser Eisdiele entsprach  eine Kugel in etwa 1,5 Kugeln der Eisdiele unseres damaligen Heimatortes bzw. der Eisdiele unseres ca. 7,5 km entfernten heimatlichen Nachbarortes.
Moment.......es wären ja 12 Kugeln pro Person extra zu den sowieso schon täglich 4 Kugeln Eis gewesen. Also hätte jeder von uns pro Tag 16 Kugeln Eis essen können. Aber dann muss ich wieder mit einrechnen, das auf Borkum die Kugel Eis zu jenem Zeitpunkt bereits 30 Ct. je Kugel teurer war als in der Bretagne.
Es wären dann je Tag also nochmals 10,80 Euro für die Mehrkosten an Eis am Strand und unterwegs hinzugekommen.  Ach nein, das erspare ich mir an dieser Stelle jetzt.
Den Vergleich zu einem Dänemark und Schwedenurlaub lasse ich bleiben, denn hier ist die Differenz um ein erhebliches und deutliches Maß höher, dafür hätten wir in den beiden Folgejahren 2011 und 2012, nochmals für 14 Tage in der Bretagne Urlaub machen und dort anreisen können.

So aber jetzt Schluss mit den Nebensächlichkeiten, jetzt gehts weiter mit der Hauptsache des heutigen Blogpostings, der Einstimmung auf die bevorstehenden Ferien (hier in Ba-Wü jedenfalls) und damit verbunden zu den Fotos. 


Cap de Amor bzw. die rechte Seite der Smaragdküste bis Cap Frehel

Cap Frehel vom alten Leuchtturm

Cap Frehel

Mont de Saint Michel 

Cap Frehel

Frehel-Plevenon

Neuer und alter Leuchtturm am Cap Frehel
  
Steine am Strand des Fischerdorfes Erquy

Strand von Sable Dor les Pins

Sable Dor les Pins

Sable d'Or les Pins



Abendstimmung am Strand von Sables D'or les Pins

Die kleine Kapelle auf dem Hügel ist nur bei Ebbe erreichbar.













         









Montag, 6. Mai 2013

Brot, Brot, Brot ....Brötchen....schnell

Schnelle Brote in verschiedenen Varianten, für alle die wenig Zeit und noch weniger Geld in den Taschen haben, aber dennoch gesund essen und nicht auf günstigeres (aber nährstoffärmeres) Fabrikbrot zurückgreifen möchten. Unter dem Preis eines 500g Toastbrotes und der handelsüblichen günstigsten Backmischungen welche mit allerhand Zusatz- und Konservierungsstoffen versetzt sind. Je nach Mehl und Hersteller selbstverständlich.

Ich verwende als Mehl generell Dinkelvollkornmehl (sofern nicht anders beschrieben), sie lassen sich aber selbstverständlich auch mit anderem Mehl zubereiten. Also auch mit Weizenmehl Typ 405 (senkt die Kosten in diesem Fall deutlich, man sollte aber mit Kräutern aufwerten)
Die Rezepte ergeben in etwa 1kg Brotteig. Alle Teige eignen sich auch für Brötchen, die Backzeit halbiert sich in diesem Fall.
Die Hefe ist gegen 1 Pk Backpulver austauschbar, dieses wiederum gegen Natron, Weinsteinbackpulver oder Hirschhornsalz. Sauerteig habe ich nicht getestet, da dieser wilde Hefe enthält, wenn  auch anders als die übliche. 

Im Unterschied zu Hefeteig kann der Teig mit Backpulver sofort im Backofen gebacken werden. Das Weinstein Backpulver ist eine glutenfreie Alternative.
Essig ist zudem als Triebmittel verwendbar, meinerseits jedoch noch so gut wie ungetestet.
Da der Bienenhonig Nierenkranken gesundheitlich nicht besonders dienlich und bekömmlich ist, kann der Honig gegen den sog. Löwenzahnhonig ausgetauscht werden.

Maisbrot:
400g Maismehl
200g Dinkelmehl
350ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz

Roggenmischbrot:
400 g Roggenmehl
200 g Dinkelmehl Type 630
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
Anmerkung: Für ein volles Roggenbrot nimmt man 600g Mehl und läßt die 200g Dinkelmehl weg.

Dinkelwalnußbrot:
600g  Dinkelvollkornmehl
400g  Walnüsse, gehackt
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
1 TL Brotgewürz

Dinkelrosinenbrot:
600g Dinkelmehl Type 630
350 ml Wasser
1 Hd Rosinen oder mehr
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz

Schinken-Käse Brot:
600g Dinkelmehl
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
125g Schinkenwürfel
ger. Käse (zum bestreuen)

Schinken-Zwiebel-Brot (sehr vitamin- und mineralstoffreich, gesundheitsförderlich)
600g Dinkelmehl
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
1 rote Zwiebel
125g Schinken
ger. Käse (zum bestreuen)

Löwenzahnbrot: (sehr vitamin- und mineralstoffreich, gesundheitsförderlich)
600 g Dinkelmehl
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
ca. 8-10 frische große Löwenzahnblätter, fein gehackt

Brennesselbrot: (sehr vitamin- und mineralstoffreich, gesundheitsförderlich)
600g Dinkelmehl
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
ca. 10-15 frische Brennesselblätter, fein gehackt

Giersch Brot: (sehr vitamin- und mineralstoffreich, gesundheitsförderlich)
600g Dinkelmehl
350 ml Wasser
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz
ca. 10-15 frische mittelgroße Giersch Blätter, fein gehackt

Schnittlauch-Joghurt Brot:
600 g Dinkelmehl
150g Joghurt (natur)
200 ml Wasser bzw. den Joghurt mit soviel Wasser auffüllen bis man auf insgesamt 350ml kommt
1 Pk Hefe
1 EL Honig
1 TL Salz


Zubereitung für alle vorherigen Rezepte:
Mehl mit Hefe, Salz mischen, in eine Mulde Honig und dann das Wasser geben. Alles gut miteinander verkneten, danach die Walnüsse, Rosinen etc. von Hand unterkneten.

30-45 min abgedeckt mit einem feuchten Handtuch an einem warmen Ort aufgehen lassen.
Teig nochmals durchkneten und zu einem Laib formen.
Beim Schinken-Käsebrot abschließend mit Käse bestreuen
Backzeit ca. 30-45 min bei 180°C Umluft oder 200°C Ober/Unterhitze


Dinkel-Buchweizenbrot:
200 g Buchweizenmehl
800 g Dinkelvollkornmehl
3 TL Salz
800 ml Wasser
1 Pck. Hefe (Trockenhefe)
1 Tasse/n Leinsamen
Alle Zutaten gut mischen, den Teig erst 1/2 Stunde gehen lassen, dann nochmals gut durchkneten und nochmals 1/2 Stunde gehen lassen. Den Teig in eine mit Olivenöl eingefettete Kastenform (oder zwei kleinere) geben. Bei 180°C  für ca. 45-50 Minuten backen.



...und wer noch weniger Zeit hat:

Schnelles Brot I:
1 Pk Trockenhefe
450 ml Wasser, lauwarmes
500 g Dinkel - oder Weizenvollkornmehl
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Sesam
50 g Leinsamen
2 TL Salz
2 EL Essig (Obstessig) oder Brottrunk

Mehl mit Hefe mischen. Alle anderen Zutaten zufügen und gut verarbeiten. In eine gefettete Form geben und in den kalten Backofen stellen.
DAS BROT NICHT GEHEN LASSEN!
Backen 60 Min bei 200° Ober/Unterhitze, oder 50 Min bei 170° Heißluft
Brot aus der Form lösen und evtl. 10 Minuten nachbacken.
Körner können weggelassen oder ausgetauscht werden (Rosinen, Mandeln, Nüsse)


Schnelles Buchweizen-Dinkelbrot:
400 g Dinkelvollkornmehl
100 g Buchweizen
2 TL Salz (evtl.weniger)
2 TL Essig (Obstessig)
70 g Leinsamen
70 g Sesam
70 g Sonnenblumenkerne
1 Pk Trockenhefe
1/2 Liter Wasser
Dinkel und Buchweizenmehl mit der Hefe und dem Salz mischen. Wasser, Obstessig und die Körner zugeben und zu einem Teig verarbeiten. Die Masse in eine gefettete Kastenform (eine große oder zwei kleine) füllen und SOFORT (KEINE GEHZEIT!) im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde bei 220°C abbacken.


Chilli-Maisbrot:

25g Mehl
125g Polenta (wer es ausgeprägter mexikanisch mag nimmt 125g Maismehl)
1 EL Weinstein-Backpulver (oder normales)
1/2 TL Salz
1 grüne Chilli, entkernt, fein gehackt
5 Frühlings/Lauchzwiebeln, fein gehackt
2 Eier
140g Schmand
125ml Sonnenblumenöl


Mehl, Polenta, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen, Chilli und Frühlingszwiebeln zugeben und gut unterrühren. Eier, Sahne und Sonnenblumenöl verquirlen, mit den trockenen Zutaten gründlich vermengen. Den Teig in eine gefettete quadratische Backform (20 cm) geben.
Bei 200° C im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 min backen, bis es aufgegangen und leicht gebräunt ist. Vor dem Servieren in der Form leicht abkühlen lassen.
Anmerkung: Ich habe keine quadratische Backform und verwende hierfür darum meine ovale Auflaufform bzw. meine rechteckige 40 x 30 Auflaufform (mit der 3fachen Menge des Teiges).

Schokoladenbrot:
450g Mehl (Weizen 550, Dinkel 630)

25g Kakaopulver (echter Kakao, kein Instantprodukt)
1 TL Salz

1 Pk Trockhefe
25g brauner Zucker
300 ml Wasser, lauwarm

Mehl und Kakaopulver in eine Schüssel sieben, Salz, Hefe und Zucker unterrühren. Öl und Wasser zugeben, zu einem festen Teig verarbeiten, weitere 5 Minuten auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten. In einer großen und gefetteten Schüssel etwa 1 Std. gehen lassen. Teig durchkneten und in eine Form geben, weitere 30 min gehen lassen.
Bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 min backen.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren, varieren und selbstverständlich jedem:

Guten Appetit!

Samstag, 27. April 2013

Boah voll legger ey

Mein liebes Töchterlein Fentje-Amelie liebt Zwiebeln. Wo andere Kinder sich einen Apfel schnappen oder hemmungslos bei Schokolade und anderen Süßkram zugreifen, nimmt sie sich lieber eine Zwiebel. Warum das so ist? Keine Ahnung, das macht sie schon immer so. Ich gehe davon aus, auf diese Weise holt sie sich alle wichtigen Vitamine auf einen Schlag, um gesundes Essen auf dem Eßtisch ausschlagen zu können ohne dadurch körperlichen Schaden zu nehmen. Kein Gemüse oder Obst, das den Menschen besser mit allem lebensrelevanten versorgt als die Zwiebel. In der Geschichte der Menschheit segelt bzw. sticht kein Schiff in See ohne mehr als ausreichende Menge an Zwiebeln an Bord zu haben, um die Fahrt gesund zu überleben.
Die Zwiebel ist lange lagerungsfähig und behält ihre Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente dennoch.

Mancheinen mag es Entsetzen wenn sein Kind sich eine Zwiebel schnappt und so mancher wird auch denken, was hat dieses Kind nur für Eltern? Nun, ich gehöre weder zu der einen noch zur anderen Gruppe. Ich weiß und bin davon überzeugt, das Kinder genau wissen was sie wann und wieviel brauchen.
Die Erfahrung mit meinen Kindern in den vergangenen Jahren hat es mich gelehrt.
Mein ältester verweigerte als Kleinkind sämtliche netten Gläschen, egal welcher Hersteller oder selbst gemacht, er aß es nicht sondern spuckte es auch. Außer Pfirsich mit Honig. Älter und mobiler, verweigerte er den zerteilten Apfel oder biß ab um ihn in kleinen Stücken auszuspucken. Damals war ich recht beunruhigt, damals war ich auch jung und recht unerfahren, mein ehemaliges nicht zu kleines Selbstbewußtsein nun das hatte sich damals an der Tür meines Arbeitgebers verabschiedet. Was andere zuvor nicht erreicht hatten, geschah dort. Und natürlich man war immer "Kind" das sowieso generell keine Ahnung und sowieso nur dumm war, keine Ahnung vom wahren Leben eben. Also erzählte ich einem Arzt von meinen Sorgen, Nöten und Ängten. Hämische Kommentare meiner SChwägerin und auch Schwiegermutter, wenn ich sagte "Jan-Lucas mag keine Äpfel oder Obst!" taten ihre Übriges an mir und meinem Sohn zu zweifeln. Hatten sie nicht gesagt "Naja wenn er es nicht kennt ist es ja kein Wunder!" Statt mich zu empören, schwieg ich mich aus, mein Mann war das alles wie immer viel zu dumm, um sich zu empören und dem Treiben Einhalt zu gebieten. Ich akzeptierte es irgendwann zähneknirschend, das es ihm zu dumm war helfend einzugreifen. Aber das tut hier nichts zu Sache.
Ein Kind das kein Obst mag, isst oder trinkt, von wenigen Ausnahmen abgesehen?! Das war schon recht merkwürdig. Der Arzt, sagte mir damals "Wenn er es nicht mag, dann mag er es halt nicht!" Na toll, ein super Rat. Also fragte ich nach und seine Antwort "Ja, reinschlagen kann man es nicht in ihn!" Haha, das war mir auch vollkommen klar, zudem lag es mir vollkommen fern. " Lassen Sie ihn einfach, der weiß schon ganz gut selbst, was gut für ihn ist, was er braucht und was nicht. Vielleicht verträgt er es auch einfach nicht! Irgendwann wird er es bestimmt noch essen. Wahrscheinlich dann, wenn er die Vitamine, Mineralien die sie ihm liefern braucht. Bislang braucht er sie einfach noch nicht!" Na, toll hatte ich mir eine ernsthafte Antwort erhofft oder hatte ich mir einfach nur mein vorheriges Gefühl bestätigen wollen?! Denn genau das hatte ich mir, bis zu jener Szene gedacht in den vergangenen 2 Jahren. Er isst es nicht, weil er es nicht mag, weil er genug Vitamine im normalen Essen hat, weil er es vielleicht nicht verträgt.
Einige Zeit später bestätigte sich dann meine Meinung von allein, mein Sohn  Neurodermitiker vertrug keine Nüsse und nur ein bestimmtes Maß an Milch darum weigerte er sich Zeit seines damaligen Lebens Äpfel, Birne, Erdbeeren, Tomaten, Kiwi, Kirsche, .... zu essen. 
Ganz nett war damals die Idee, wegen seiner Laktoseintoleranz (damals konnte man bei uns nirgendwo Minus-L Produkte einfach mal so kaufen, eigentlich in keinem Geschäft) und empfahl mir Sojamilch. Na danke, wenn ich mir zuvor Sorgen gemacht hatte, dann nach seinem Genuss von Sojamilch auf jeden Fall. Keiner hatte an die Allergie gegen Nüsse, Erdnüsse gedacht und das Gesicht meines Sohnes war vollkommen aufgedunsen. Diese bekamen wir im Kurheim "Villa Kunterbunt" auf Wangerooge serviert zum "Tüte auf - Essen fertig" Essen ohne Kleinkindbesteck (im Mutter-Kindkurheim nur Besteck für Erwachsene, trotz der Tatsache das es seit X Jahrzehnten als eben solches Kurheim für Kinder ab 6 Monate geführt wurde, recht fragwürdig) bzw. zum uralt Brot mit Schimmel zum Frühstück. Ein Mutter-Kindkurheim mit besten Ruf und Namen, von allen Kassen (mit Ausnahme einiger Privaten) anerkannt und hochgeschätzt. Nun, 2000 war nicht nur ich sondern allerhand andere "Kurerfahrene" Mütter der gleichen Meinung wie ich, der keinerlei Kuren zuvor gemacht hatte und nach dieser Erfahrung auch in Zukunft nicht *niemals* mehr zu machen wünschte.

Kein Vergleich zum Mütterkurheim St. Anna in Bad Peterstal-Griesbach, als es noch als Kurheim geführt wurde. Ebensowenig wie man Sonne und Mond vergleichen kann.


Aber zurück zum Eigentlichem.
Meine Tochter liebt Zwiebeln und ich lasse sie, weil ich ihr vertraue und zutraue, das sie ganz gut selbst weiß, was sie braucht und was nicht.
Heute stibitzte sie mir, von mir unbemerkt, wieder eine Zwiebel aus der Küche und erklärte mir einige Zeit später, das rote Zwiebeln anders schmecken als die "normalen" und schöner aussehen und das es wirklich sehr schade sei, das sie jetzt alle auf waren.
Bei mir setzte ein "AHA" Effekt ein, da waren also meine gesamten Zwiebeln geblieben und erklärte ihre Blähungen mit denen sie uns scheinbar allen  seit Tagenden Garaus zu machen versuchte.

Da meine Tochter Zwiebeln so sehr liebte und ich noch überlegte was es zum Abendessen geben würde, traf mich der Geistesblitz und am Ende kam dieses Rezept heraus:

600g Vollkornmehl (in meinem Fall Dinkel)
350ml Wasser
1 EL Honig
1 TL Salz
1 Pk Trockenhefe

Mehl mit Hefe mischen, alle Zutaten egal ob kalt oder warm zugeben und in ca. 10min zu einem geschmeidigen Teig kneten. 30 min aufgehen lassen. Ein Backblech (die Menge reicht aber für zwei Bleche oder man hat einen sehr dicken Teig) fetten oder mit Backpapier auslegen, den Teig auf diesen ausrollen.
Tipp: Knoblauch, Oregano, Thymian, Basilikum und Majoran mit in den Teig geben, wertet das Ganze geschmacklich auf
Nierenkranke verwenden bitte  anstelle des Honigs den für sie gesünderen und besser verdaulichen als Löwenzahnhonig bekannten Löwenzahnsirup.
 
Belag:
4 Zwiebeln
8 Knoblauchzehen
1 Pk. Frühstücksbacon (oder Speck/Schinkenwürfel)
3 Eier
ca. 200 ml Milch
4 EL Mehl (normales, kein Vollkorn)
ger. Käse
Zwiebeln häuten in Streifen schneiden, auf dem Teig verteilen. Speck kleinschneiden, auf dem Teig verteilen. Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden, auf dem Teig verteilen.  (Oder vorher alles miteinander mischen und dann verteilen) Eier mit Milch und dem Mehl (zum andicken, wer kein Mehl möchte nimmt 5 Eier) anrühren und mit etwas Salz, und (bevorzug frischen) Schnittlauch, Oregano, Thymian, Basilikum und Majoran würzen. Über das Gemüse geben und mit Käse bestreuen.
Alles in den Backofen und ca. 20-25 min bei 180°C Umluft oder 200°C Ober-/Unterhitze.

Sehr sättigend, trotz der Zwiebeln und des Knoblauchs sehr gut zu verdauen, sehr vitaminreich und deftig.
......und meine Tochter selig, denn neben Zwiebeln liebt sie auch Knoblauch (am liebsten roh und pur), Speck und Eier (bevorzugt Rührei). ;-) Aussage meines Jüngstens, der felsenfest daran glaubt er würde keine Zwiebeln mögen"Das schmeckt echt spitzenmäßig!" und sogar der Große (isst problemlos 1,5 Pizzen aus der Pizzeria) ist nach 3 Stücken bereits satt gewesen.

Fazit: Für sehr wenig Geld ein sehr gehaltvolles und äußerst vitaminreiches Essen und die Familie ist glücklich. 

Der Teig lässt sich auch sehr gut zu Brot oder Brötchen verarbeiten. Man kann dem Teig auch noch 60g Butter zugeben, dieses ist aber eine Backauftriebbremse.














Donnerstag, 6. Dezember 2012

Meine Hocker




Als wir hier im Oktober 2011 einzogen, befanden sch im Haus zwei alte Hocker, die recht übel zugerichtet waren. Allerdings nur oberflächlich, von ihrer Substanz waren sie (von ein paar Dellen und zwei losen Beinen abgesehen) aber noch einwandfrei in Ordnung. 


Ich habe sie, als ich zwischendrin einmal Zeit hatte, abgeschliffen und mit einem noch vorhandenen Rest an Farben neu gestrichen.



Vorher                                        
Nachher
                                               











So gut wie fertig

Ich habe mich bei den Hockern für eine  Eigenmarke des Baumarktes "Bauhaus" entschieden. Es handelt sich hierbei um Acrylfarbe auf Wasserbasis in der Farbe "cremeweiß" hochglänzend  Sie besteht aus organischen Verbindungen, ist geruchslos, lichtbeständig, nicht toxisch, frei von Formaldehyde, Butoxyethanol und Benzol, keine brennbaren Inhaltsstoffe, Schweiß- und Speichelecht. Sie entspricht den EU-Richtlinien/Normen in puncto Holzspielzeugfarbe (und sogar über diese hinaus). Sie ist sehr ergiebig, wieviel ich für die Hocker verbraucht habe, kann ich nicht sagen, da es sich hierbei um meine noch vorhandenen Farbreste handelt.